Nach WKR-Ball: Hetze auch in Frankreich

LevyÖsterreich und Frankreich ähneln einander puncto Politik- und Medienlandschaft stark. Nach dem WKR-Ball greifen in Wien dieselben Mechanismen der Diffamierung wie in Wien. Marine Le Pen und ihr Front National sind wie die FPÖ hoch beschäftigt, die zahlreichen Angriffe unter der Gürtellinie abzuwehren. War es hierzulande die selbsternannte Menschenrechts-Organisation „SOS Mitmensch“, die den Einpeitscher gab, so heißt der Verein in Frankreich „SOS Racisme“.

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Der Kriegstreiber und Hetzer Bernard Henri Lévy.
Foto: Itzike / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Beiden Vereinigungen ist gemein, dass sie ohne öffentliche Unterstützung wohl kleiner Brötchen backen müssten. SOS Racisme hatte, wie die Seite „Observatoire des Subventions“ berichtet, im Jahr 2009 579.000 Euro an Förderungen erhalten, während die Höhe der Mitgliedsbeiträge sich lediglich auf 18.669 Euro belief. Die Gesamtsumme der Spenden, Mitgliedschaften und Zuschüsse, die SOS Racisme zuflossen, wurde sich im Jahr 2009 mit 904.596 Euro beziffert, wovon die staatlichen Zahlungen64 Prozent, die Mitgliedsbeiträge hingegen nur 2 % ausmachten. Öffentliche Unterstützungszahlungen für lokale Verbände von SOS Racisme sind in den genannten Summen noch nicht inkludiert.

Der Ariel Muzicant Frankreichs heißt übrigens Bernard-Henri Lévy. Der linke Philosoph hetzt mit unglaublichen Falschbehauptungen gegen Marine Le Pen und den von ihr besuchten Ball. Die in Deutschland als Qualitätszeitung bezeichnete Welt war sich nicht zu schade, einen Kommentar mit zahlreichen groben inhaltlichen Fehlern – nicht einmal den Namen des FPÖ-Obmanns kann Lévy richtig wiedergeben – abzudrucken. Detail am Rande: Es gibt vier Leserkommentare, von denen sich drei klar gegen den hasserfüllten Stil des Autors aussprechen und zum Teil auch die inhaltlichen Fehler klar aufzeigen. Danach wurde der Kommentarbereich deaktiviert…

Lévy trieb Frankreich in den Libyen-Krieg

Bernard Henri Lévy ist überdies der Mann, der maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Frankreich in den Krieg gegen das Gaddafi-Regime in Libyen zog, wofür er Präsident Sarkozy unglaublich dankbar ist. Angesichts seines propagandistischen Hetzartikels gegen Studentenverbindungen, die FPÖ und den Front National lässt sich erahnen, welche Qualität seine Recherchen über die Lage in diesem Land hatten. Die aktuellen Entwicklungen nach dem angeblich so erfolgreich beendeten Einsatz der NATO-Streitkräfte scheinen diesen Eindruck zu bestätigen. Die Tausenden Todesopfer macht dies freilich nicht mehr lebendig.

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