Der ORF und seine linken Experten

BildDie Diskussionssendung „Im Zentrum“ war einmal mehr Beleg dafür, dass die SPÖ im ORF einen Niko Pelinka nicht braucht. Die Redakteure, die so stolz für ihre „Unabhängigkeit“ gekämpft haben, sind ohnehin stramm links. Pelinka hätte bestenfalls Einfluss darauf nehmen können, ob die eingeladenen Gäste auch mehrheitlich der SPÖ und nicht etwa den Grünen oder anderen linken Splittergruppen nahestehen. Ansonsten tun die Journalisten in ihrem linken Biotop, auf das sie „Unabhängigkeit“ geschrieben haben, schon von sich aus das Richtige.

Anton Pelinka

Anton Pelinka

Pelinka zog einen besonders geschmacklosen Vergleich.
Foto: Gryffindor / Wikimedia / public domain

Der freiheitliche Europa-Abgeordnete Andreas Mölzer war gestern regelrecht amüsiert, als er die Ausführungen zweier „unabhängiger“ Experten zum Sendungsthema „Freiheitliche die neuen Juden?“ über sich ergehen hatte lassen. Eine Linda Erker von der Uni Wien erklärte mit dem Brustton der Überzeugung: „Es hat mich auch nicht überrascht, dass Herr Strache die Reichskristallnacht nennt und nicht Novemberprogrom 1938 und ich glaube auch, dass er bewusst diesen Begriff gewählt hat, um auch hier zu verharmlosen. Nein, man muss es heutzutage wissen.“ Ihr folgte ein gewisser Walter Ötsch, seines Zeichens Kommunikationswissenschaftler, der im Prinzip feststellte, dass was immer die Vertreter der FPÖ in dieser Sendung – Mölzer und Generalsekretär Herbert Kickl – sagen würden, ohnehin nur Strategie sei.

Die beiden Wissenschafter waren in ihrer Unbeholfenheit ähnlich rührend wie die drei gegen Mölzer und Kickl gesetzten Diskussionsteilnehmer: Peter Menasse, der ein jüdisches Magazin leitet, Nina Horaczek von der Zeitung Falter und – es geht also auch ohne Neffe Niko – der Politikwissenschafter Anton Pelinka. Sie alle ließen kein Wort der Gegenseite gelten und verkörperten damit die mangelnde demokratische Reife gegenüber anderen Meinungen ein paar intellektuelle Ebenen über jenen, die rund um den WKR-Ball eine hasserfüllte Menschenjagd auf die Besucher veranstaltet hatten.

Ein besonders abscheuliches Beispiel der Blindheit für die eigenen Fehler lieferte Anton Pelinka, der behauptete, der Unterschied zwischen der FPÖ und der NSDAP liege nur darin, dass die NSDAP keine Juden aufgenommen habe. Gröber und wohl auch geschmackloser kann man den Nationalsozialismus kaum verharmlosen, was als Anlass der Sendung ja der FPÖ vorgeworfen worden war.

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