Tatort ORF – „Strachebezwingzwang“ bis in den TV-Krimi

Vergangenen Sonntag stand bei der Diskussionssendung „Im Zentrum“ wieder einmal FPÖ-Obmann HC Strache im Fokus. Davor gab es im Hauptabendprogramm wie sonntags üblich einen „Tatort“-Krimi. Da diesmal wieder Wien dran war, ging es indirekt ebenfalls um Strache. In Österreichs Medien gilt zunehmend die Devise „Hauptsache Strache“.

 

 

Das bevorstehende Zusammenbrechen der Euro-Zone samt seinen Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft und Politik führt zu zunehmender Nervosität. Vereinzelte Intelligente in der Medienmeute haben die Kontraproduktivität kopfloser Kampagnen erkannt und ärgern sich über den „Strachebezwingzwang“ (Falter-Chef Armin Thurnher).

Besonders von der Rolle präsentiert sich derzeit die Staatsfunkanstalt ORF, die mit der Produktion des am 5. Februar ausgestrahlten „Tatort“ an der Reihe war. Als Thema wählte man die in Wien lebenden Serben. Die serbenfreundliche Stimmung des rot regierten Österreich und Wien ist passé, seit sich dieses Volk aufmüpfig zeigt, weil man dauernd Teile seines Landes an künstliche islamische Staaten wie Bosnien-Herzegowina und Kosovo verschenkt. So gibt es kein Zuckerbrot mehr wie das legendäre Plakat „I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric, wieso sogns´ zu Dir Tschusch?“, sondern nur mehr die Peitsche, zumal immer mehr serbisch-stämmige Österreicher so wie die alteingesessenen zur FPÖ tendieren.

Serben als böse Nationalisten dargestellt

Da die Serben bekanntlich besonders bestialisch sind, stellte diese „Tatort“-Folge mit dem Titel „Kein Entkommen“ einen im gesamten deutschen Sprachraum beachteten neuen Rekord auf: 15 Menschen sterben, meistens durch akute „Bleivergiftung“. Der aus einer Kriegsverbrecherbrigade desertierte Mirko Gradić, der als Thomas Müller in Wien lebt, möchte sein Tagebuch der Polizei übergeben und wird gnadenlos gejagt. Die Kommissare Moritz Eisner und Bibi Fellner befragen einen verzweifelten Serben namens Stelić, dessen Sohn Rajko in den Dunstkreis der Kriegsverbrecher geraten ist. Stelić senior spreizt Daumen, Zeige- und Mittelfinger von sich und tobt: „Die drei Bier so bestellen!“ Dem nicht einmal oberflächlich versteckten Seitenhieb gegen HC Strache, dessen alltägliche Geste auf einem Foto man 2007 zu einem Neonazigruß umdeuten wollte, folgt ein Wutausbruch Eisners: „Und da gibt´s bei uns noch die Vollidioten, die die serbischen Nationalisten ansprechen, nur damit sie bei der nächsten Wahl ein paar Stimmen abräumen.“

 

Eisner-Darsteller Harald Krassnitzer, ein öffentlich bekennender Sozialist, lässt sich für diese Stimmungsmache ebenso gerne einspannen wie sein Vorgesetzter Ernst Rauter alias Hubert „Hubsi“ Kramar, der im Jahr 2000 den Opernball als Adolf Hitler kostümiert besuchte und 2004 bei der EU-Wahl für die Kommunisten kandidierte (0,78 %).

7,7 Millionen Menschen sahen Sonntag diesen „Tatort“, eine knappe Million davon in Österreich. Unter den Serben herrscht Empörung. Der Favoritner FPÖ-Bezirksrat Konstantin Dobrilović , auch Präsident der Christlich-Freiheitlichen Plattform, protestierte, der Meidlinger FPÖ-Bezirksrat Luka Marković schickte dem ORF einen gesalzenen Brief. Noch vor Ausstrahlung des „Tatort“ veröffentliche Kosmo, ein Monatsmagazin für ex-jugoslawische Migrantengruppen in Österreich, eine Umfrage über die Beliebtheit serbisch-stämmiger Politiker. Dobrilović ließ alle Vertreter der anderen Parteien hinter sich.

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