Grüne Lobbyistin Langthaler kassierte auch bei der Stadt Wien

langthaler Gestern fiel auch ihr Name aus dem Mund von Peter Hochegger im Korruptions-Untersuchungsausschuss. Monika Langthaler jedoch bestritt sofort, jemals für den umstrittenen Lobbyisten gearbeitet zu haben. Was öffentliche Aufträge anbelangt, kann sie nichts mehr abstreiten. Der ehemaligen Grünen Nationalratsabgeordneten und nunmehrigen Lobbyistin kann man das Geschäftstüchtigkeit nicht absprechen. Auf Bundesebene ist die Firma Brainbows, an der Langthaler beteiligt ist, unter anderem mit dem Umwelt-, Wirtschafts- und Finanzministerium geschäftlich verbunden. Eine Anfragebeantwortung von SPÖ Bürgermeister Michael Häupl an den FPÖ-Rathausklub förderte nun zu Tage, dass auch die Stadt Wien mit Langthaler intensive Geschäftskontakte gepflogen hat. So vergab die damals noch ausschließlich rote Wiener Stadtregierung Aufträge im Wert von mehr als 40.000 Euro an die Langthalers Firma Brainbows.

Wien macht sich Luft  für 17.257 Euro

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Monika Langthaler war auch mit Stadt Wien dick im Geschäft.
Foto: LKULT / flickr (CC BY 2.0)

Die Anfrage, die sich auf die vergangenen Jahre seit 2005 bezog, ergab unter anderem, dass die Grüne Lobbyistin im Jahr 2005 einen Auftrag unter dem Titel „Wien macht sich Luft“ erhalten hatte. Auftragssumme:17.257 Euro. Damit waren die Geschäftsbeziehungen zwischen der Stadt Wien und Langthaler keineswegs erschöpft.

Wien isst Bio“ für 23.580 Euro

Im Jahr 2006 gab es durch die Stadt Wien einen Folgeauftrag. Unter dem Titel „Wien isst Bio“ wanderte eine Gesamtsumme von 23.580 Euro von der Stadt Wien an die Firma Brainbows.

Arbeitsgemeinschaft „Urbane Luftinitiative Wien“

Im Folgejahr 2007 kam es zu einer weiteren Beauftragung von Brainbows, diesmal allerdings nicht direkt, sondern im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft „Urbane Luftinitiative Wien.“ Welche Auftragssummen bei diesem Projekt von den Steuerzahlern Wiens in Richtung der Firma Brainbows bzw. insgesamt der Arbeitsgemeinschaft geflossen sind, bleibt SPÖ-Bürgermeister Häupl allerdings schuldig. Aber das werden wahrscheinlich neuerlich gestellte Anfragen der FPÖ ans Tageslicht bringen.

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