Hochegger packt aus: Rote und Schwarze kassierten am meisten

HocheggerEnormes Medieninteresse ruft derzeit die Vernehmung der Schlüsselfigur zahlreicher mutmaßlicher politische Korruptionsfälle im Untersuchungsausschuss hervor: Der Lobbyist Peter Hochegger steht den Abgeordneten Rede und Antwort und enthüllte gleich zu Beginn die gestern in einem NEWS-Interview angekündigte Liste politischer Auftragnehmer seines Firmenimperiums.

Hochegger

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Peter Hochegger (links) mit Verfahrensanwalt Klaus Hoffmann im
Blitzlichtgewitter der Medien.
Foto: Unzensuriert.at

Als Ersten und offenbar wichtigsten Partner im Lobbying-Geschäft nannte Hochegger den früheren SPÖ-Kommunikationschef Heinz Lederer. Er habe, so Hochegger, für seine Tätigkeiten für die Telekom, aber auch für den Flughafen Wien und die ÖBB „über eine Million Euro“ verdient.

Intensiv profitiert haben sollen auch der frühere SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und der bereits im Zentrum von Korruptionsermittlungen stehende frühere ÖVP-Innenminister Ernst Strasser. Sie verdienten laut Hochegger jeweils 100.000 Euro. Weitere prominente Altpolitiker im Hochegger-Sold waren die Sozialdemokraten Peter Schieder und Karl Blecha, die Grüne Monika Langthaler sowie Hubert Gorbach und Mathias Reichhold aus der FPÖ/BZÖ-Regierungsmannschaft.

Auf die Frage, warum die medial bereits kolportierte SPÖ-Geschäftsführerin Laura Rudas in der Liste fehle, entgegnete Hochegger, diese sei nicht bei ihm beschäftigt gewesen, sondern haben eine „Zuwendung ohne Arbeit“ bekommen – in Form einen 20.000-Euro-Sponsorings für ein Integrationsprojekt. Auch die 20.000 Euro, die angeblich als Parteispende für die Wiener SPÖ über Vermittlung von Ali Rahimi über den roten Echo-Verlag geflossen sein sollen, habe „die Telekom für gut befunden“, sagte Hochegger aus. Pöttler un Rahimi bestreiten diesen Vorgang. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie wurden die Grünen eingekocht?

Gehörig in Bedrängnis gerieten auch die Grünen. FPÖ-Fraktionsführer Walter Rosenkranz fragte Hochegger, was es mit einem Lobbying-Projekt Einkochen der Grünen“ in Zusammenhang mit dem „Kleinen Glücksspiel“ auf sich gehabt habe. Hochegger konnte sich daran nicht erinnern, verwies jedoch auf die Aussage eines seiner laut Unterlagen in diesen Projekt involvierten Mitarbeiter, der heute Nachmittag vor dem U-Ausschuss aussagen wird.

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