Teure Töchter: Bundeshymnen-Umdichtung kostete über 700.000 Euro

Die vom Unterrichtsministerium initiierte Informationskampagne für die Bildungsreform hat kaum einen sichtbaren Nutzen hinterlassen. Lediglich eine über wenige Tage neu aufgeflammte Diskussion über die geschlechtergerechte Anpassung der Bundeshymne sowie Steuergeldausgaben in Höhe von 711.101,02 Euro für das Marketing dieser Kampagne. Das ergab jetzt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz durch Bundesministerin Claudia Schmied (SPÖ).

Die „Große Söhne und Töchter“-Kampagne sollte eigentlich zur Bewusstseinsbildung über die Wichtigkeit der Bildung für unsere Kinder beitragen. Dafür griff die ehrgeizige Ministerin auch tief in die Tasche. Alleine der Werbefilm zur Kampagne schlug mit insgesamt 87.000 Euro für den ORF zu Buche und mit 84.003 Euro für private Fernsehsender. Inserate in Printmedien beliefen sich auf insgesamt 445.618,02. Hinzu kamen noch 9.480 Euro für 500 Federpennale und 500 T-Shirts sowie 85.000 Euro für die Werbeagentur.

Neben den hohen Kosten ist den aufmerksamen Österreichern noch die Diskussion über eine Textänderung unserer traditionellen Bundeshymne im Gedächtnis geblieben. Österreichs populärster Popstar Christina Stürmer musste im Auftrag von Claudia Schmied eine geschlechtergerechte Version der Bundeshymne singen. Damit ist den benachteiligten Frauen in unserer Gesellschaft natürlich wenig geholfen. Auch die Probleme im Bildungsbereich lassen sich durch eine Hymne im „Gender-Mainstreaming-Design“, wie es die steirische FP-Abgeordnete Susanne Winter formulierte – nicht lösen. Selbst die Ausklammerung des Begriffes „Volk“ aus der Hymne ist zwecklos, obwohl sie natürlich einer beliebten Vorgangsweise der Linken entspricht. Der darauf entbrannte Streit um das Urheberrecht blieb bislang ohne Folgen. Das war es dann auch schon mit der ganzen Aufmerksamkeit, die uns umgerechnet 10 Millionen Schilling gekostet hat.
Weitgehend verborgen blieb auch, dass Noch-Bundespräsident Heinz Fischer prominentes und einzig politisch aktives Aushängeschild der Kampagne war. Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass es sich dabei um eine Art Vorwahlkampf gehandelt hat.

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