Islamistische Terroristen hetzen aus dem Gefängnis

Eine islamistische Webseite ermöglicht es, mehr als 50 radikale muslimische Gefängnisinsassen per Brief zu erreichen, und veröffentlicht deren Antworten. Dutzende Briefe wurden auf www.muslimprisoners.com veröffentlicht, die Plattform bietet Sympathisanten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Außerdem hilft sie dabei, Briefe und Geschenke an die Insassen zu übermitteln.

 

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Die Aktion geht von der Moschee in Ost-London aus.
Foto: Grenavitar / wikimedia / public domain

Durch die Webseite, die ein Schlupfloch des dichten Netzes der Zensur und Terrorbekämpfung der britischen Gefängnisse nutzte, konnten einerseits Mithäftlinge radikalisiert werden, andererseits erreichen die Extremisten über das Internet auch eine neue Generation von Unterstützern auf der ganzen Welt. In ihren Briefen stehen sie zu ihren Taten und Ansichten und spornen ihre Anhänger zu ebensolchen Aktionen an.

Rajib Karim, der ein Flugzeug sprengen wollte, bedroht dort offen jene, die ihn verurteilten: "Am Tag des jüngsten Gerichts, wenn der höchsten Gerechtigkeit Genüge getan wird, werde ich sie im Gerichtssaal Allahs treffen". Auch Parvis Khan, der einen muslimischen Soldaten töten wollte, spricht sich deutlich gegen das System aus: "Ich möchte für das Protokoll festhalten: Britische Außenpolitik – unter meine Schuhe! Demokratische Heuchelei." Ein anderer Attentäter, Abdulla Ahmed Ali, der einen großflächigen Plan zur Sprengung transatlantischer Flugzeuge anführte, grüßt die Taliban und fordert Muslime auf, "ihre Gliedmaßen und Leben" gegen den Westen zu opfern.

Labour-Abgeordneter fordert strengere Zensur

Ein Abgeordneter der Labour-Partei, Steve McCabe, der im Innenausschuss sitzt, stellt fest, dass einige der Aussagen "gefährlich nach Aufhetzung klingen": "Wenn die Gefängnisbehörden behaupten, sie überwachen und zensieren das Material, dann machen sie es sicher nicht effektiv. Es ist Zeit dass das Regime strenger wird." Die Webseite listet außerdem hochrangige muslimische Gefangene sowie deren Gefängnisse auf. Sie ist auf der Adresse der Ost-London-Moschee registriert, die in der Vergangenheit Vorträge eines Al-Kaida-Terroristen veranstaltet hatte. Mittlerweile sind keine Briefe der Insassen mehr auf www.muslimprisoners.com zu finden, die Seite bietet jedoch weiterhin an, Briefe in die Gefängnisse weiterzuleiten und zitiert Verse aus dem Koran.

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