Sarkozy mit Variante von „Arbeit macht frei“

Die Twitter-Kommunikatoren von Nicolas Sarkozy haben mit einer peinlichen Botschaft aufhorchen lassen. Bei einer Veranstaltung der Sarkozy-Partei UMP im Rahmen des Präsidentschafts-Wahlkampfs in Lille am vergangenen Donnerstag, die sich ganz auf das Thema "Der Wert der Arbeit" konzentrierte, erregte eine Formulierung bei den Internet-Nutzern besonderes Aufsehen.

Nicolas Sarkozy wurde in einer einer der zahlreichen Twitter-Botschaften, die vom Account der jungen UMP im Laufe dieses Tages abgesetzt wurden, mit der Worten zitiert: „Man darf nicht Arbeit im Gegensatz zum Leben sehen, denn Arbeit ist der Weg, um frei zu sein!". Beim französischen Nachrichtenportal Novopress weckte das Assoziationen mit dem Nazi-Spruch "Arbeit macht frei", der die Neuankömmlinge an den Portalen der Konzentrationslager Auschwitz, Dachau, Groß-Rosen, Sachsenhausen und einigen anderen auf zynische Weise begrüßte.

Für Sarkozy ist es nicht das erste Mal, dass er durch seine Worte zum Thema Arbeit mit entsprechender Nazi-Rhetorik in Verbindung gebracht wird. 2009 erkannte ein Karikaturist in seinem Wahlslogan „Wer mehr verdienen will, muss auch mehr arbeiten“ entsprechende Bezüge. Tatsächlich ging es Sarkozy um die Abschaffung der 35-Stunden-Woche, die seiner Meinung nach die Menschen daran hindert, ausreichend Geld für die Erhaltung der Lebensstandards zu verdienen. Die Anhebung der Wochenarbeitszeit ist Sarkozy bis heute nicht gelungen.

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