Unzucht mit Minderjährigen ist „generationsübergreifende Zärtlichkeit“

„Wer mich nicht liebt ist ein Psychopath“ sagte Otto Mühl über sich selbst in einem Interview mit der deutschen „Zeit“ im Jahr 2004. Wer die Antworten des verurteilten Pädophilen auf die Fragen des Reporters liest, kommt zu dem Schluss, dass es sich bei Mühl um einen geistig abnormen, verwirrten alten Mann handelt.

Tragisch dabei ist die Tatsache, dass dieser Mann die Möglichkeit hatte, seine Wahnvorstellungen an Menschen auszuleben – vor allem an Kindern. Seine Verurteilung 1991 setzte dem Spuk ein Ende – hoffentlich. Inzwischen weilt der uneinsichtige Mühl („Ich bin kein Kinderschänder“) in Portugal. Im Friedrichshof, einst Mekka der österreichischen Linken, ist mittlerweile Ruhe eingekehrt. Ist dieses traurige Kapitel heimischer Kriminalgeschichte damit abgeschlossen?

Das Liebkind der Sozialisten in Bedrängnis

Leider nicht! Dies zeigt der Umgang der österreichischen Linken mit der „Utopie“ des Otto Mühl. Nachdem der Kinderschänder jahrzehntelang von den Granden der SPÖ hofiert worden ist, nachdem die sozialistische Schickeria jahrzehntelang ins Burgenland gepilgert war, um Mühls „Utopie“ zu bestaunen, fällt es offensichtlich sehr schwer, einzugestehen, dass das Vorzeigeprojekt gescheitert ist – das nicht sein kann, was nicht sein darf.

Sogar Bruno Kreisky sprang für Mühl in die Bresche und österreichische Politiker intervenierten bei den spanischen Genossen für ihren liebsten Schützling. Vor dem Prozess veröffentlichten Freunde eine Erklärung, um Mühl zu unterstützen, denn immerhin seien „am Friedrichshof alternative Lebensformen zwei Jahrzehnte lang gelebt worden“. So verwundert es wenig, dass der Großmeister der neuen Sexualität auch nach seinem Gefängnisaufenthalt wieder unterstützt wurde; Auftritte im Burgtheater und Ausstellungen folgten. Mühls Frau gab in einem Gespräch an, dass sie auch heute „generationsübergreifenden Zärtlichkeitsaustausch“ praktizieren würden.

Heinz Fischer lässt die Opfer abblitzen

2004 sah sich Otto Mühl mit neuen Vorwürfen von ehemaligen Kommunenmitgliedern konfrontiert, die einmal mehr das Unvorstellbare bestätigten. Ein schlechter Zeitpunkt, sollte doch sein Lebenswerk im Museum für angewandte Kunst (MAK) unter dem Titel „Otto Muehl – Das Leben ein Kunstwerk“ präsentiert werden. Um diese Verhöhnung der Opfer zu verhindern wandten sich die Gequälten an österreichische Politiker, unter ihnen Heinz Fischer.

Doch dabei hatten sie wohl nicht mit der Solidarität der Genossen mit ihrem einstigen Liebling gerechnet. Dieser nahm sich die Worte des MAK-Direktors Peter Noever, erst nach der Ausstellung über die Geschichte zu reden, zu Herzen und speiste Mühls Opfer mit einem halbseitigen Brief ab. Er schloss sich seiner Genossin Christine Muttonen an, die die Auseinandersetzung mit Mühls Werk als wichtig ansah.

Ja zu Mühl, nein zur Meinungsfreiheit?

Interessant ist, dass Heinz Fischer, angeblich selbst im Besitz eines Werks des Meisters, die Freiheit der Kunst so wichtig scheint, während ihm andere Grundrechte nicht so schützenswert erscheinen, wie unzensuriert.at berichtete. Möglicherweise ist Fischer aber auch der gleichen Meinung wie ein anderes Liebkind der österreichischen Sozialisten, Hermann Nietsch: „Erotik war dort (am Friedrichshof) ein Spiel, das war eine Großfamilie, in der es Streitigkeiten gab. In die sollte sich der Staat nicht einmischen. Hüten wir uns vor einer sich verselbständigen Justiz."

Der Staatsanwalt im Prozess gegen Mühl sah es etwas anders: „Ich habe schon viele große Prozesse erlebt, aber noch in keinem hat mich das Schicksal der Opfer so bedrückt wie in diesem. Mühl hat Terror ausgeübt. Was ein KZ ist, wissen wir aus der Geschichte. Was die Mädchen am Friedrichshof mitmachen mußten, war genauso schrecklich. Otto Mühl hat mit Menschen experimentiert, er hat sie manipuliert.“

Es bleibt zu hoffen, dass Österreich vor weiteren derartigen Experimenten verschont bleibt. Ob Heinz Fischer das wohl auch so sieht?

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