Blogger überlistet sündteure Nacktscanner mit simplem Trick

Die sogennanten Nacktscanner, die in den USA zu Hunderten an Flughäfen eingesetzt werden und auch den Weg in die europäische Union gefunden haben, stellten sich als Millionengrab heraus: Die Geräte, jedes zum Preis einer Viertelmillion Euro, können durch einen simplen Trick getäsucht werden, wie ein Video eines Bloggers beweist. Jedes Kind könnte somit klobige Metallgegenstände durch den Scanner schmuggeln, die von einem altmodischen Metalldetektor sofort gefunden worden wären.

 

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Die Nacktscanner-Bilder bieten weder Privatsphäre noch Sicherheit.
Foto: TSA / Wikimedia / public domain

Der Blogger "tsaoutofourpants", in etwa "TSA, raus aus unseren Hosen!" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die beschämenden und manchmal sogar erniedrigen Praktiken der amerikanischen Flughafensicherheitsbehörde (TSA) zu entlarven. Diese hatte bis zuletzt darauf bestanden, die Nacktscanner seien ein unverzichtbarer Teil der Sicherheitskontrollen. Doch eine kreative Idee entwertete mit einem Schlag die über 300 Geräte, die an den verschiedensten Flughäfen Amerikas aufgestellt worden waren.

Die Überlegung war folgende: Wenn das Nacktscannerbild den Körper einer Person in weiß auf schwarzem Untergrund abbildet, und verdächtige Gegenstände am Körper der Person als schwarzer Fleck erscheinen, würde das Bild dann nicht völlig neutral aussehen, wenn ein Gegenstand an der Seite des Körpers befestigt wird? Der Blogger machte die Probe aufs Exempel, nähte eine kleine Metallbox unter seinen Ärmel und dokumentierte seine Reise durch den Nacktscanner per Video.

Das Ergebnis war, trotz aller Überlegungen, überraschend: An zwei Flughäfen konnte die Testperson unbehelligt die Sicherheitskontrollen passieren. "Während ich die Metallbox leer transportiert habe, hätte jemand mit bösen Absichten sie einfach mit Rasierklingen, Sprengstoff oder Kokain füllen können", so der Blogger in seinem Video. "Mit einer größeren Tasche, vielleicht auf der Innenseite des Hemdes, hätte es sogar eine Waffe schaffen können." Trotzdem empfiehlt er, die Technik nicht selbst zu probieren, da sein Schweißfleck oder ein Hemdknopf "verdächtig" wirken und eine Abtastung zur Folge haben könnten.

Davor, dass er durch seine Veröffentlichung Terroristen unterstützen könnte, hat "tsaoutofourpants" keine Angst: "Es ist völlig unrealistisch, dass die Terroristen das noch nicht selbst herausgefunden haben und bereits planen, so gegen uns vorzugehen." Er fordert die sofortige Entfernung aller Nacktscanner und die Rückkehr zu effektiveren Methoden der Sicherheitskontrollen. Die Behörde bezeichnet er als "epischen Fehlschlag, der uns alle gefährdet".

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