ÖH-Café Rosa droht Totalverlust von 530.000 Euro

Ein ökonomisches Desaster mit offenem Ausgang hat die linke ÖH-Führung an der Uni Wien zu verantworten. Dies ist das Resultat der  Pressekonferenz vom 15. März zum Thema „Café  Rosa“. Die ÖH-Verantwortlichen legten dort Zahlen auf den Tisch. Einem Businessplan zu Folge, der vom Standard veröffentlicht, würde ein Weiterbetrieb des Cafés der ÖH einen weiteren Verlust von 86.000 Euro im Jahr 2012 verursachen. Dazu kommen die bereits aus ÖH-Geldern bestrittenen Kosten von nicht weniger als 443.144,89 Euro. Erst vor kurzem wurden weitere 45.000 Euro von der ÖH als Verlustabdeckung mit linker Mehrheit beschlossen. Dass das Cafe "antikapitalistisch, antisexistisch und antiheteronormativ" geführt werden sollte, haben die Betreiber jedenfalls im Fall des Antikapitalismus etwas zu ernst genommen.

Schaden inklusive Verlustprognose: 530.000 Euro

Cafe Rosa

Cafe Rosa

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen linkem Cafe Rosa
Foto: unzensuriert.at

Damit ergibt sich ein aktueller Schaden für die ÖH und damit die Studierenden an der Wiener Uni von nicht weniger als 530.000 Euro. Mit diesem Desaster konfrontiert, versucht die linke ÖH-Führung, die Kurve zu kratzen. Man sucht verzweifelt nach einem neuen Pächter, der das Café Rosa auf eigenes Risiko weiterbetreibt. Dieser müsste eigentlich auch die bisher durch die ÖH finanzierte Ablöse von 165.000 Euro und den Umbau, der mit 80.000 Euro in den Büchern steht, abgelten. Die Verantwortlichen sprechen zwar „von zahlreichen Interessenten“, nach rein ökonomischen Gesichtspunkten, ist und bleibt dieses linke Gastro-Experiment aber eine absolute Totgeburt. 

Gastroblamage: Schlechte Lage, schlechtes Klima, keine Küche

Eine Übernahme durch neue Gastronomen ist insofern wenig realistisch, als sich der bisherige Betrieb als totale Blamage herausgestellt hat. Von Anfang an litt man an der schlechten Lage des Lokals, dazu kam, dass etwa im Sommer 2011 die Klimaanlage ausgefallen war.  Weil eine Betriebsanlagengenehmigung fehlt, konnte auch der Küchenbetrieb im Sinne einer Vollgastronomie nicht aufgenommen werden. Auch die angebotene Produktpalette, die Logistik und die Kalkulation der Deckungsbeiträge war völlig daneben. Damit hat die ÖH an der Uni Wien einen ökonomischen Bauchfleck der Superklasse hingelegt.

RFS schaltet Staatsanwaltschaft ein

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) hat diesen Gastroskandal der ÖH nunmehr zum Anlass genommen, um die Staatsanwaltschaft mittels Anzeige einzuschalten. Es bestehe der Verdacht der Untreue und der satzungswidrigen Verwendung von ÖH-Mitteln. Als Verdächtige werden die Vorsitzende des Studibeisl-Vereins, Stefanie Bielowski, sowie die aktuelle ÖH-Bundesvorsitzende und ehemalige Wirtschaftsreferentin der Wiener ÖH, Janine Wulz geführt. Der Bundesvorsitzende des RFS, Alexander Schierhuber, begründete die Anzeige folgendermaßen:

Dass ÖH-Bonzen wie Großkapitalisten im Stil der aktuell im Korruptions-U-Ausschuss behandelten üblichen Verdächtigen in den öffentlichen Geldtopf greifen, um vorgeblich antikapitalistische Ziele zu verfolgen, ist eine Zumutung für Österreichs Studenten, die mit ganz anderen Problemen wir schlechten Studienbedingungen und erneut drohenden Studiengebühren für alle zu kämpfen haben.

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