Tschetschenischer Fußballpräsident zweigte Geld für Islam-Vereine ab

Bulat Tschagajew und Islam Satujew, ihres Zeichens Präsident und Vizepräsident des Neuenburger Fußballclubs Xamax stehen im Verdacht, etliche tausend Schweizer Franken für die Unterstützung von islamischen Verbänden abgezweigt zu haben. Die beiden aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien stammenden Klubchefs sollen dabei direkt in die Vereinskassen gegriffen haben. Die Zeitung L'Express hat enthüllt, dass die beiden Tschetschenen Spenden in Höhe von 15.000 Schweizer Franken an islamische Verbände im Kanton Neuchâtel gemacht hätten.

Xamax

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Abgebrannt: Xamax Neuenburg musste den Spielbetrieb einstellen,
der tschetschenische Klubpräsident sitzt in Untersuchungshaft.
Foto: Option-Web.ch / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

In der Neuenburger Tageszeitung bestätigt der Verantwortliche eines islamischen Zentrum, das sich das tschetschenische Duo während seiner Besuche zum Freitagsgebet sehr großzügig gezeigt habe: "Die beiden Clubchefs von Xamax haben ca. 8.000 oder 10.000 Franken 'von Hand zu Hand' an unseren Küchenbeauftragten übergeben. Das Geld war für den Ramadan bestimmt, also im vergangenen August." Auch andere islamische Verbände im Kanton sollen von der finanziellen Großzügigkeit profitiert haben.

Weniger gut steht es um den Fußballverein bestellt: Bulat Tschagajew hat Xamax im Mai 2011 für schätzungsweise 1,2 Millionen Schweizer Franken (ca. 1 Million Euro) erworben. Die erste Mannschaft wurde am 24. Jänner 2012 aufgelöst, zwei Tage später kam es zur Erklärung der Insolvenz und zum Konkurs des Vereins. Gleichzeitig wurde Tschagajew wegen betrügerischer Krida in Untersuchungshaft genommen. Seine Umtriebe bedeuteten das wirtschaftliche Ende für den Traditionsverein, der zweimal (1987 und 1988) Schweizer Meister war.

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