Burschenschaften freuen sich auf Amtszeit Gaucks

Die Deutsche Burschenschaft (DB) beglückwünscht heute Joachim Gauck zur Wahl zum Bundespräsidenten und wünscht ihm eine erfolgreiche Amtszeit. Die aktuell unter dem Vorsitz der Rostocker Burschenschaft Redaria-Allemannia stehende DB zeigt sich zuversichtlich, dass mit Gauck ein mutiger Streiter für ein freiheitliches und selbstbewusstes Deutschland gefunden wurde. „Die säuerlichen Angriffe aus der ganz linken Ecke auf ihn bestärken diesen Eindruck. Freiheit ist in der Bundesrepublik keine Selbstverständlichkeit, sondern wird – insbesondere die Meinungsfreiheit – durch den Konformitätsdruck der linken Political Correctness eingeschränkt“, heißt es in der Presserklärung. Es lähme und gefährde die Demokratie, wenn Meinungen nicht mehr offen geäußert werden können. Joachim Gauck habe in der DDR ein extrem repressives Klima erlebt und werde, so hofft die DB, dafür eintreten, dass in Deutschland wieder offener, ohne PC-Scheuklappen diskutiert werden könne.

Burschentag

Burschentag

Die Deutsche Burschenschaft – hier beim Burschentag 2011 – erwartet
von Joachim Gauck eine Politik für Freiheit und Vaterland.
Foto: © Photostudio Thurau, Eisenach

Zugleich äußert die Deutsche Burschenschaft ihre Erwartung, dass Gauck sich neben der Freiheit für die innere Einheit unseres Vaterlandes engagieren wird. Dazu zählt die DB in erster Linie das Zusammenleben der Deutschen in Ost und West und den Erhalt der deutschen (Leit-)Kultur. Gaucks Vorgänger im Präsidentenamt, Christian Wulff, habe viele Bürger durch seine Islam-Aussage verunsichert und verärgert. Statt wie Wulff blauäugig von einer "bunten Republik" zu reden, sollte Gauck, wolle er die Integration vorantreiben, stärker die Pflichten und die Bringschuld von Einwanderern aus fremden Kulturkreisen betonen.

Rotes Tuch für ewiggestrige Linke

Die Deutsche Burschenschaft erkennt die eindrucksvolle Biographie Joachim Gaucks an und verknüpft damit Hoffnungen für seine Präsidentschaft:

Gauck hat sich dem SED-Regime nicht gebeugt. Als Pastor hat er die Unfreiheit und die Bespitzelung durch die SED-Diktatur angeprangert und Bürgern in der damaligen DDR Mut gemacht. Als Beauftragter für die Stasi-Akten hat er die Aufarbeitung des Unrechts der sozialistischen Diktatur vorangetrieben. Gauck hat, anders als viele andere Intellektuelle, niemals sozialistisch-kommunistische Illusionen gehabt. Er hat nach 1989/1990 gegen die unerträgliche Verharmlosung der DDR gekämpft, mit welcher die SED-PDS-Nachfolgepartei "Die Linke" noch heute ihr politisches Geschäft betreibt. Als Mitautor des "Schwarzbuchs des Kommunismus" ist Gauck für die ewiggestrige Linke ein rotes Tuch – und dabei eine wichtige Stimme der geschichtlichen Wahrheit.

Strache gratuliert: Zivilcourage und Unabhängigkeit

Von den österreichischen Politikern gratulierte FPÖ-Obmann HC Strache dem neuen deutschen Bundespräsidenten Gauck. Dieser sei der geeignete Mann, das durch seinen Vorgänger Wulff diskreditierte Amt wieder mit Würde zu erfüllen. Gauck habe seine Zivilcourage und seine politische und geistige Unabhängigkeit schon in seiner Zeit als Menschenrechtsaktivist in der ehemaligen DDR unter Beweis gestellt und sich auch später große Verdienste bei der Aufarbeitung der Verbrechen des realsozialistischen Unrechtsregimes erworben.

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