Asylwerber verwenden immer häufiger gefälschte Ausweise

Immer öfter setzen Asylwerber gefälschte Ausweise im Verkehr mit den österreichischen Behörden ein. Dies ist das Ergebnis einer Anfragebeantwortung an FPÖ-Sicherheitssprecher Harald Vilimsky durch ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Ausgangspunkt der freiheitlichen Anfrage war ein APA-Bericht vom Jänner 2012. Damals wollte ein Asylwerber flüchten, der in eine Polizeikontrolle geraten war. Hintergrund war, dass er sich eines gefälschten britischen Führerscheines bedient hatte. Derartiges kommt laut der Anfragebeantwortung Mikl-Leitners offensichtlich recht häufig vor. So werden sowohl Einreise- und Aufenthaltstitel, als auch Reise- und Ausweisdokumente gefälscht oder fremde Ausweise benutzt. Und das nicht zu knapp.

Gegen 2.475 Ausländer wurde wegen falscher Dokumente ermittelt

Aufenthaktstitel

Aufenthaktstitel

Gefälschte Dokumente, etwa Aufenthaltstitel,
kursieren verstärkt unter Ausländern.
Foto: Österreichische Bundesregierung / Wikimedia

So ermittelten die heimischen Sicherheitsbehörden gegen 2.475 Ausländer wegen falscher Dokumente. Unter diesen Ausländern, die von der Polizei aufgegriffen worden waren und sich nicht rechtskonform ausweisen konnten, waren nicht weniger als 463 Asylwerber. Dass es noch weit mehr Ausländer und insbesondere Asylanten geben könnte, die sich falscher Dokumente bedienen, ist für das Innenministerium offensichtlich sehr wahrscheinlich. Denn es traut offenbar den eigenen Statistikennicht ganz. So erläutert Mikl-Leitner in ihrer Beantwortung: "Diese Zahlen lassen keinen

 seriösen Schluss zu, wie viele Fremde, Asylwerber und vorgeblich minderjährige Asylwerber mit gefälschten Reise- und Ausweisdokumenten aufgegriffen wurden.“ Die veröffentlichten Zahlen umfassten nur jene, die im Jahre 2011 zu einem Bericht an die Strafbehörden führten.

Im Jahr 2011 ermittelten die Sicherheitsbehörden wegen 618 gefälschter Reisedokumente gegen Ausländer. 122 davon waren Asylwerber. Gegen weitere 233 Ausländer wurde wegen gefälschter Einreise- und Aufenthaltstitel ermittelt. Davon waren 58 Asylwerber. Gegen weitere 1.298 Ausländer wurde 2011 wegen gefälschter besonders geschützter Urkunden ermittelt. Darunter befanden sich wiederum 195 Asylwerber. Damit nicht genug, wurde weiteren 426 Ausländern der Gebrauches fremder Ausweise vorgeworfen, davon 88 Asylwerbern.

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