Mutmaßlicher Attentäter von Toulouse ist Al-Kaida-Kämpfer

Einen raschen Fahndungserfolg konnten die französischen Sicherheitsbehörden nach den Attentaten im Umfeld von Toulouse in Südfrankreich verzeichnen. Innerhalb einer Woche war es zu drei Anschlägen gekommen, am 11. März wurde ein Armeeangehöriger erschossen,  am 15. März gab es ein tödliches Attentat auf zwei Soldaten in Montauban und am 19. März kam es zu einem Mordanschlag vor einer jüdischen Schule in Toulouse auf drei Kinder und einen Lehrer. Nun hat man einen 24-ährigen Mann ausfindig gemacht, der sich vorerst in seiner Wohnung, nur drei Kilometer von der jüdischen Schule entfernt, verschanzt hat und mit Schusswaffen den Polizeikräften Widerstand leistet. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt.

Attentäter von Toulouse ist Al-Kaida Kämpfer

Toulouse

Toulouse

Die jüdische Gemeinde in Toulouse (im Bild die Synagoge) trauert um
die Opfer des Mordanschlags. Der mitmaßliche Täter ist ausgeforscht.
Foto: Olybrius / Wikimedia

aVorschnell hatten vor allem linke Medien die Attentate mit dem laufenden französischen Präsidentschaftswahlkampf in Verbindung gebracht und gemutmaßt, der Attentäter würde aus dem rechtsextremen Umfeld kommen. Nun stellt sich heraus, dass der mutmaßliche Täter aus dem radikalislamistischen Netzwerk stammt. So soll er in einem Wortwechsel mit den belagernden Polizisten sein Attentat auf Besucher der jüdischen Schule mit Rache für palästinensische Kinder gerechtfertigt haben. Die Anschläge auf die französischen Soldaten erklärte er mit dem Einsatz französischer Truppen in Afghanistan. Darüber hinaus soll er sich zur Terrororganisation Al-Kaida bekannt haben. Wie nunmehr aus Polizeiakten bekannt wurde, ist der Attentäter ebenso wie sein Bruder als Mitglied dieses Terrornetzes amtsbekannt. Die Fahnder hätten sich deshalb bereits frühzeitig auf ihn als potentiellen Täter fokussiert. Er soll sich auch zu Ausbildungszwecken im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufgehalten haben. Dort soll er sich im Kreis von Salafisten und Dschihadisten bewegt haben.

Salafist verübte vor einer Wochen Brandanschlag auf Brüssler Moschee

Bereits Montag vor einer Woche hatte ein Salafist im belgischen Brüssel einen Brandanschlag auf eine Moschee  verübt, wobei deren Imam getötet wurde. Der radikale Islamist war mit einer Axt und einem Messer in die schiitische Moschee im Stadtteil Anderlecht eingedrungen und hatte mit Hilfe von Benzin einen Brand gelegt. In Folge brannte das Gotteshaus fast vollständig nieder. Der Attentäter wurde verhaftet.

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