Ortstafeln: Slowenen geben keine Ruhe

„Es wird in Kärnten zusätzliche Ortstafeln  geben“. Mit dieser Feststellung in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse überraschte der slowenische Außenminister Karl Erjavec nicht nur die Kärntner Bevölkerung, sondern auch deren Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK). Dieser konterte sofort: Es gäbe keinen Spielraum für weitere, zweisprachige Ortstafeln.

Während für den Kärntner Landeschef der Artikel  7 des Staatsvertrages mit der Vereinbarung, 164 zweisprachige Ortstafel aufzustellen, „endgültig erfüllt“ sei, gießt Erjavec trotz breitem Konsens aller Beteiligten im Vorjahr wieder Öl ins Feuer. Wörtlich sagte er in der Presse:

Ich glaube, in den nächsten Jahren wird es in Kärnten noch zusätzliche Ortstafeln geben, ohne besondere Gesetze. Denn die Leute werden nach der Aufstellung von 164 Tafeln sehen, dass ihre Ängste unbegründet waren. Es wird niemanden stören. Mit Außenminister Spindelegger habe ich über diesen positiven Geist gesprochen. Das müssen wir nützen. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass die deutschsprachige Minderheit in Slowenien alle Rechte genießt, die ihr nach unserer Verfassung zustehen. Für sie sollen ungeachtet aller finanziellen Schwierigkeiten Gelder bereitstehen.

Hat Außenminister Michael Spindelegger aus Gastfreundschaft etwas in Aussicht gestellt? Für FPK-Politiker Dörfler steht indessen fest, dass an der Ortstafellösung, die 56 Jahre lang nicht erledigt wurde, nicht mehr gerüttelt wird. Dagegen bekräftigte er seine Forderung an den slowenischen Außenminister, den deutschsprachigen Volksgruppen in seiner Heimat mehr Rechte zukommen zu lassen. Außerdem lud Dörfler Erjavec zu einem „guten Dialog mit Kärnten“ ein.

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