Multikulti-Sekretär Kurz beschäftigt Nudelsiebmann

"Aktionismus im Dienste des Multikulti um jeden Preis. Zahlt eh der Steuerzahler." Das könnte das Motto von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) sein. Und dafür steht ihm ein Millionenbudget zur Verfügung. Das verteilt er an Werbeagenturen, die entweder besonders ÖVP-nahe oder anderweitig ziemlich auffällig sind.

Sebastian Kurz

Sebastian Kurz

Polit-Aufsteiger Kurz sinniert über neue Multikulti-Projekte nach.
Foto: Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles/Mike Ranz

Kurzens liebste Beschäftigung scheint das Tingeln durch Österreichs Schulklassen zu sein. Gemeinsam mit von ihm rekrutierten Promi-Zuwanderern will er medienwirksam mehr oder weniger begabte Migrantenkinder zu besseren Schulleistungen animieren. Doch die paar Zeitungsjournalisten, Sportler und Künstler in seinem Schlepptau genügen ihm bei weitem nicht. Um die Multikulti-Botschaft unters Volk zu bringen, müssen Inserate geschalten, Videos produziert und ein Web-Auftritt gestaltet werden. Für deren Produktion müssen natürlich Werbeagenturen beauftragt werden. Geld scheint ja auch in Zeiten des Sparpakets reichlich vorhanden zu sein.

Durch einen Bericht in der Tageszeitung Österreich auf die PR-Offensive aufmerksam geworden, wollte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Walter Rosenkranz mittels parlamentarischer Anfrage von Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) wissen, auf welcher Grundlage die Auftragsvergabe erfolgte und welche Kosten dafür anfielen.

Objektive Vergabe an ÖVP-nahe Agentur?

Der Auftrag für den Entwurf der Inserate-Sujets ging an die Agentur "Headquarter". Beteiligt an dieser Agentur ist laut Österreich der ehemalige Kabinettchef von Ex-Innenminister Strasser (ÖVP), Christoph Ulmer. Doch keine Sorge, lieber Steuerzahler. Vetternwirtschaft gibt es nicht, denn: "Die Beauftragungen wurden unter Einhaltung der vergaberechtlichen Bestimmungen durchgeführt," teilt Mikl-Leitner in der Anfragebeantwortung mit. Gekostet hat dieser Auftrag 80.971,33 Euro.

Kurz und der Nudelsiebmann

Neben "Headquarter" erhielt auch die Agentur "Super-Fi" des als "Nudelsiebmann" bekannt gewordenen Niko Alm einen Auftrag zur Produktion von Videos und des Web-Auftrittes. 2011 erregte Alm einiges Aufsehen, als er für sein Führerscheinfoto mit einem Nudelsieb am Kopf posierte. Niko Alm scheint gute Kontakte zur linken Szene zu haben, erhielt seine Firma doch auch Aufträge von der Gemeinde Wien (MA48), dem Grünen Alexander van der Bellen und der von Linksextremen geführten Österreichischen Hochschülerschaft. Nun durfte er auch für Kurz und sein Integrationsbotschafter-Projekt werken.

Doch die Anfragebeantwortung brachte merkwürdiges zu Tage. War schon der Zufall bemerkenswert, dass ausgerechnet die Agentur des früheren Kabinettchefs von Ex-Innenminister Strasser (ÖVP) einen Auftrag erhielt, scheint auch die angeblich objektive Beauftragung des Nudelsiebmannes fragwürdig. Laut Mikl-Leitner erfolgte die Beauftragung, wie schon erwähnt, "unter der Einhaltung der vergaberechtlichen Bestimmungen". So weit so gut. Merkwürdig wird es aber, wenn die Frage nach dem Auftragsvolumen nicht beziffert werden kann, da der Auftrag noch nicht abgerechnet wurde. Ein Ministerium bestellt nach Ausschreibung und Evaluierung der Anbote eine Leistung und weiß nicht, wie viel am Ende zu bezahlen ist? Aber vielleicht war in der Ausschreibung "Nudelsieb am Kopf" die Grundbedingung zur Auftragserteilung. 

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