Potentielle Terroristen können in Belgien frei agieren

Nach den islamistisch motivierten Attentaten im französischen Toulouse findet die belgische Behörde für Staatssicherheit klare Worte, die sich diesmal auch auf den tatsächlichen sozialen Hintergrund des Täters beziehen. Ein solchges Blutbad könne genausogut am nächsten Tag in Antwerpen oder Brüssel entstehen, so die Ermittler: "Der Täter war ein Dschihad-Salafist. Auch in Belgien gibt es solche Menschen, in deren Ideologie die Gewalt tief verwurzelt ist."

 

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Fouad Belkacem von Sharia4Belgium möchte Belgien erobern.
Foto: Screenshot / youtube / "You are Muslim or Democrat"

Gemeint ist die Gruppe Sharia4Belgium. Deren Anhänger verbreiten dieselbe extremistische Lehre des dschihadistischen Salafismus, in deren Namen auch der Schütze aus Toulouse tötete. Bloß darf diese Gruppierung in Belgien öffentlich ihre Hassreden verbreiten. Konkret wird Fouad Belkacem angesprochen, der unter dem Namen "Abu Imran" ein aktiver Vertreter der Gruppierung ist. Die Ermittler sehen ihn jedoch nicht als potentiellen Terroristen, sondern als jemanden, "der andere Einzeltäter zum Handeln bewegen kann. Darin liegt die Gefahr dieses Mannes." Deswegen soll er nicht aus den Augen der Behörden gelassen werden.

Eine offizielle Untersuchung hat mittlerweile ergeben, dass die belgische Bevölkerung zunehmend in Angst vor den Salafisten lebt. Selbst der Brandanschlag auf eine Moschee, der kürzlich in Brüssel-Anderlecht stattfand, geht auf das Konto eines Salafisten. Alain Winats, der Chef der Staatssicherheit, möchte nun die Möglichkeiten untersuchen, die Gruppierung Sharia4Belgium zu verbieten.

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