ORF manipulierte Zitat für Fernseh-Diskussion

Kein Tag vergeht ohne neue Einflussnahme des roten Staatsfunks in die Politik. Bezahlte Nazi-Statisten für freiheitliche Parteiveranstaltungen oder die Zensurierung der Live-Übertragungen aus dem Parlament sind nur Einzelheiten aus dem umfangreichen Manipulations-Repertoire. Nun geht es noch eine Stufe weiter. Sogar Zitate aus literarischen Quellen werden vom ORF extrem verfälscht, wenn es dem politischen Gegner Schaden zufügen könnte.

So geschehen in der gestrigen Fernseh-Diskussion zwischen den beiden Bundespräsidentschaftskandidaten Barbara Rosenkranz und Rudolf Gehring.

Gegen Ende der Diskussion zitierte ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher einen Satz aus Rosenkranz’ Buch „MenschInnen“, offenbar mit dem Ziel, Stimmung gegen die Bundespräsidentschaftskandidatin zu machen.

Thurnher präsentierte das „Zitat“ folgendermaßen: „Wenn nicht jede Frau zwei Kinder hat, ist unsere Gesellschaft zum Aussterben verurteilt und wird von einem archaischen oder vormodernen Volk aus dem Spiel genommen.“ Im Original hingegen heißt es: „Im Durchschnitt muss also jede Frau zwei Kinder bekommen und großziehen, um den Bestand der Gesellschaft zu gewährleisten. Ist dies nicht der Fall, wird dies aus irgendeinem Grund verweigert, ist diese Gesellschaft jeder noch so archaischen und vormodernen Gesellschaft unterlegen, muss dieser weichen und wird sich in kurzer Zeit selbst aus dem Spiel genommen haben.“

Obwohl Rosenkranz auf das falsche Zitat hinwies, beharrte Thurnher darauf, diese Passage wörtlich abgeschrieben zu haben. Nun ist der nicht besonders durchdachte Manipulations-Coup gehörig in die Hose gegangen.

Warum der ORF vor wenigen Tagen eine Arbeitsgruppe zur Qualitätssicherung einberufen hat, ist angesichts dieser Umstände ebenfalls höchst merkwürdig. Es entsteht zumindest der Eindruck, diese sei als Ablenkungsmanöver ins Leben gerufen worden, damit die Ungereimtheiten der „Am Schauplatz“-Reportage von Eduard Moschitz  zumindest für einige Zeit von der Bildfläche verschwunden bleiben. Welche Arbeitsgruppe wird der ORF wohl als nächstes gründen, damit dieser Manipulationsversuch unter den Tisch gekehrt wird?

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