Radikale Salafisten provozieren zu Ostern mit Koran-Aktionen

Ibrahim Abou-NagieRadikale salafistische Muslime haben für den gestrigen Karsamstag umfangreiche Koran-Verteilaktionen in Deutschland angekündigt. In 35 deutschen Städten wollten die Islamisten Infostände errichten und den Koran vor allem an junge Menschen verteilen. Die Aktion kommt nicht zufällig zu Ostern, der Verfassungsschutz beobachtet die Verantwortlichen. Über den Verlauf und eventuelle Zwischenfälle ist nicht bekannt, die Medien nehmen von den islamistischen Extremisten wenig Notiz.

Radikaler Prediger aus Köln als Kopf der Aktion

Ibrahim Abou-Nagie

Ibrahim Abou-Nagie

Ibrahim Abou-Nagie ist für islamistische Provokationen an
christlichen Feiertagen bereits bekannt.
Foto: Screenshot Youtube.

Drahtzieher der Propagandaoffensive ist der Kölner Ibrahim Abou-Nagie. Er hat das Koran-Projekt im Vorjahr gestartet und gilt als einer radikalsten Hassprediger der Szene. Anfang Februar 2012 führte ihn sein missionarisches Werk auch nach Wien, wo in einer Leopoldstädter Kellermoschee der Startschuss für die österreichische Koran-Verteilaktion fiel. In seinen Ansprachen verherrlicht Abou-Nagie den Märtyrertod im „Heiligen Krieg“: „Möge Allah uns alle als Märtyrer sterben lassen. Das ist mein Wunsch. Und ich bitte Allah in jedem Gebet: Allah, lass mich als Märtyrer sterben“. Das islamische Rechtssystem, die Scharia, erklärt er für dem deutschen Grundgesetz überlegen. Musik und Karneval sind für ihn verboten. Auf Homosexualität steht für ihn die Todesstrafe. Abu Nagie war es auch, der die Einladung für ein Islam-Seminar um Weihnachten 2010 in Wien ausgesprochen hatte, das in einem mit öffentlichen Mitteln geförderten Wiener Sprachinstitut stattfand. Auch hier wurde das Datum Weihnachten offenbar bewusst gewählt, um Christen zu provozieren.

PRO-Bewegung kritisiert Schweigen der Medien

Die radikalen Ansichten des palästinensisch-stämmigen Predigers sind ein offenes Geheimnis. Die Bürgerbewegung PRO KÖLN hat ihn schon seit September 2011 im Visier. Die Stadtverwaltung sorgte bei der Beantwortung einer Anfrage aber mit einer Verweisung in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung dafür, dass die Erkenntnisse über den gefährlichen Islamisten einer breiten Öffentlichkeit vorenthalten blieben. Generell bemängelt die PRO-Bewegung, dass die Umtriebe der Salafisten zu Ostern von den Medien stillschweigend toleriert würden. “Wo bleibt hier eigentlich der Aufschrei der Medien, Gewerkschaften und Politik im Angesicht dieser bewussten Provokation durch eine islamische Strömung, der auch die meisten islamistischen Terroristen weltweit entstammen?“, fragt der Vizevorsitzende von PRO NRW, Jörg Uckermann. Nordrhein-Westfalen war besonders stark von der Koran-Aktion betroffen, für 12 Städte waren Verteilaktionen angekündigt worden.

Verfassungsschutz beobachtet, bleibt aber passiv

Der Verfassungsschutz ist über die Gefahr, die von den Hasspredigern ausgeht, im Bilde, bleibt jedoch passiv. Infostände in Wuppertal und Iserlohn gerieten zuletzt in die Schlagzeilen, berichtet der Westdeutsche Rundfunk, als dort nach seiner Entlassung aus englischer Haft der Solinger Islamist Robert B. erschien. Er war 2011 in Dover festgenommen worden, weil er eine Anleitung zum Bombenbau mit sich führte. In Wuppertal wurde der Berliner Ex-Rapper "Deso Dogg" gesichtet, der in einem Lied den getöteten Al-Kaida-Führer Osama bin Laden als "schönsten Märtyrer dieser Zeit" preist.

Für Nordrhein-Westfalens oberste Verfassungsschützerin Mathilde Koller dient die Koran-Aktion dazu, "religiös motivierten Extremismus in Deutschland zu verbreiten". Gleichzeitig betont Koller, dass nur „die Minderheit der dschihadistischen Salafisten“ Gewalt befürworte. Einer aus dieser "Minderheit" hat zuletzt in Toulouse sieben Menschen, darunter drei jüdische Kinder, eiskalt erschossen.

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