Rosenkranz-Schlusskundgebung am Ballhausplatz

Auf dem Ballhausplatz in Wien ist Freitagabend die Schlusskundgebung der FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz über die Bühne gegangen. Etwa tausend Menschen hörten ihr und Parteiobmann Heinz-Christian Strache zu.

FP-Chef Strache konkretisierte in seiner Rede das freiheitliche Kernthema Zuwanderung und ging auf die Verhältnisse in der Bundeshauptstadt ein. Er, selbst Kandidat bei der kommenden Wiener Gemeinderatswahl, schoss sich auf den amtierenden Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) ein und warf diesem vor, nichts zur Integration beigetragen zu haben. Stattdessen gäbe es in manchen Schulklassen nur mehr ein bis zwei österreichische Kinder.

Ungewohnt deutlichen Beistand gab es auch für den Papst, der wegen den Missbrauchsfällen in Kirchenkreisen „unglaublichen, unwürdigen Diffamierungen“ ausgesetzt sei. Zugleich hielt Strache fest, dass es keine Verjährung geben dürfe, wenn sich jemand an unseren Kindern vergreift.

Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz überreichte ihrem Parteiobmann gleich zu Beginn einen Marillenbaum, der den Aufwärtstrend der FPÖ versinnbildlichen soll. „Unser Ziel heißt Wiener Rathaus und Hofburg“, manifestierte Rosenkranz und attackierte sogleich den Gegenkandidaten Heinz Fischer. Dieser sei ein „feiger Diskussionsverweigerer“, sie hingegen eine „Frau aus dem Volk“. Die Kritik aus linken Kreisen an ihrem Programm für Familien und Frauen sei ein „Ehrentitel“. „Wo wären wir in diesem Land ohne Mütter und Hausfrauen?“, kam als Replik.

Beim Thema EU gab sich Rosenkranz kämpferisch. Sie hätte den Vertrag von Lissabon als Bundspräsidentin nicht ohne Volksabstimmung unterschrieben.

Auf die mangelnde Erfahrung in der Außenpolitik reagierte die FPÖ-Kandidatin mit Unverständnis. Es sei noch niemand als Bundespräsident auf die Welt gekommen, auch Heinz Fischer nicht. Ein schlechtes Bild auf Österreich würden überdies nur jene werfen, die behaupten, sie sei der Teufel persönlich.

Rosenkranz, die gleich wie ihr Parteichef Strache von einer Richtungswahl sprach, zeigte sich resolut: „Mich kann man nicht biegen und schon gar nicht brechen.“ Das Wahlziel am Sonntag soll das stärkste werden, dass ein freiheitlicher Bundespräsidentschaftskandidat je erreicht habe.

Unter den Gästen befanden sich viele Nationalrats- und Landtagsabgeordnete, sowie der Dritte Präsident des Nationalrates, Dr. Martin Graf.

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