Drei Viertel der Österreicher misstrauen Banken

Der zweite BAWAG-Prozess wird von der Justiz nur sehr halbherzig geführt. Entsprechend gering sind auch die Erwartungen der Unzensuriert-Leser an dieses Verfahren. Wie nun eine Studie des Humaninstituts zeigt, sind die Banken bei den Österreicherin generell unten durch. Der Kunde habe von der milliardenteuren Sanierung vieler Institute durch den Staat nicht profitiert, glaubt eine überwiegende Mehrheit der Befragten.

Bankvertrauen

Bankvertrauen

Das Vertrauen in die Banken ist schwer erschüttert.
Grafik: HUMANINSTITUT

„Wie hat sich Ihrer Meinung nach das Sanieren der Banken auf das Bankgeschäft mit den Kunden ausgewirkt?“ war eine der Frage, die 59 Prozent der 850 vom Humaninstitut Interviewten mit „negativ“ beantworteten. Nur 10 Prozent erkennen einen positiven Effekt, der Rest sieht keine Änderung oder weiß es nicht. Damit korrespondiert auch die Antwort auf die Frage, ob die Banken die staatliche Unterstützung durch zuvorkommendes Verhalten gegenüber den Kunden (den Zahlern der Staathilfe) honorieren würden. 66 Prozent sagen nein, nur 15 Prozent ja.

Entsprechend desaströs für die Banken fällt auch die Antwort auf die „Vertrauensfrage“ aus. 55 Prozent haben wenig, 23 Prozent gar kein Vertrauen in die Banken. Weniger als ein Viertel der Befragten antwortet positiv mit viel oder gar sehr viel Vertrauen.

Aus der BAWAG-Krise nichts dazu gelernt

Konkreter Anlass für die Befragung war der aktuelle BAWAG-Prozess. Lehren daraus hat nach Meinung der Bürger die Finanzbranche keine gezogen. 75 Prozent sind dieser Meinung, nur 8 Prozent sagen, die Bankmanager hätten aus der BAWAG-Krise etwas dazu gelernt.

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