Demo-Opfer Konecny für Innenministerium nicht glaubwürdig

Zu einer Blamage geriet eine parlamentarische Anfrage der Wiener SPÖ-Abgeordneten Ruth Becher zum Geschehen rund um den WKR-Ball. Während die Ausschreitungen eines von SPÖ und Grünen aufgehetzten linksextremistischen Mobs gegen friedliche Ballbesucher für die Öffentlichkeit klar sichtbar wurde, blieben herbei geschriebene „rechtsradikale“ Ausschreitungen aus. Dies war allerdings gar nicht im Sinne der vereinigten Linken. Eine rote Anfrage an ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sollte daher einen Beweis liefern, doch der Versuch scheiterte.

Konecny angeblich Opfer eines Rechtsradikalen

Als die linksextremen Ausschreitungen bekannt geworden waren, war am Tag nach dem Ball ein „antifaschistisches Opfer“ medial omnipräsent. Der ehemalige Juso-Funktionär und SPÖ-Bundesrat Albrecht Konecny meldete sich als Verletzter zu Wort. Er sei nach Verlassen der linken Kundgebung gegen den rechten Ball von einem „offensichtlich Rechtsradikalen“, niedergeschlagen worden. Als Beleg nannte Konecny ein "runenartiges Symbol" auf der Mütze des Angreifers.In der Nähe befindliche Polizeikräfte hätten ihm aber weder geholfen noch seien sie eingeschritten. Unmittelbar aufgenommene Ermittlungen  kamen zu keinem Ergebnis. Es konnte nicht einmal wiederlegt werden, ob nicht ein linksextremistischer Aktivist den auch bei Demonstrationen immer gut gekleideten Konecny verletzt hatte.

BMI kann Konecnys Tatversion nicht nachvollziehen

Die SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher griff nun den Tathergang in einer parlamentarischen Anfrage auf und musste erkennen, dass Genosse Konecnys Version bei den Sicherheitskräften als unglaubwürdig qualifiziert wird. Denn die  Innenministerin ist in ihrer Beantwortung eindeutig und teilt zum polizeilichen Ermittlungsstand mit:

Es wurden umfangreiche Ermittlungen inklusive den Versuch der Ausforschung von Zeugen, Anfertigung von Phantombildern unter Mitwirkung des Opfers, Hausdurchsuchungen sowie Durchsicht von Lichtbildern von amtsbekannten Personen, auf die die Personsbeschreibung des Opfers zutraf und die Gegenüberstellung von Tatverdächtigen mit dem Opfer durchgeführt. Sämtliche Erhebungen verliefen bisher ergebnislos, da der vom Opfer anhand der Lichtbilder als Täter bezeichnete Verdächtige bei der Gegenüberstellung nicht als Täter identifiziert werden konnte.

Zu den Ermittlungen gegen angeblich untätige Polizisten hält Mikl-Leitner fest:

Das Büro für Besondere Ermittlungen hat am 2. Februar 2012 einen Abschlussbericht betreffend den Verdacht auf Missbrauch der Amtsgewalt und die Unterlassung der Hilfeleistung durch unbekannte Täter an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt. Am 9. und 15. Februar 2012 wurden auf Grund von Zeitungsberichten zwei weitere Abschlussberichte an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt, insbesondere auch deshalb, weil die in den Medien getätigten Aussagen des Opfers als Zeuge nicht mit den Angaben im Rahmen der Erhebungen des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Sachbeschädigung übereinstimmten.

Wer diese Zeilen der Innenministerin zu deuten weiß, dem wird schnell klar, dass hier wohl kein Ergebnis mehr zu erwarten sein wird, jedenfalls keines, das den subjektiven Wahrnehmungen des Opfers Konecny entgegenkommt. Altkanzler Bruno Kreisky war schon vor 35 Jahren gegenüber Konecny und Co. und deren „Wahrheit“ sehr reserviert eingestellt.

 

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