Pleite-Griechen mit österreichischen Orden überhäuft

Ein wahrer Ordenregen ergoss sich im Jahr 2007 über griechische Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung. Anlässlich eines Staatsbesuches von Bundespräsident Heinz Fischer in Griechenland zeigte sich die Republik großzügig. Vom Gross-Stern bis zum Goldenen Ehrenzeichen wurde aus dem Fundus der Ehrungen geschöpft. Immerhin 39 Namen beinhaltet ein Verzeichnis, das im Zuge einer Anfragebeantwortung an den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) dem Parlament zur Verfügung gestellt worden ist. Die Namen und Funktionen der Personen der geehrten können als Beleg dafür gewertet werden, dass die Griechen ein Bürokratieproblem haben. Unter den Ausgezeichneten finden sich viele, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten kräftig am Niedergang Griechenlands mitgearbeitet haben.

Griechenland hat zu viele Beamte und Funktionsträger

So leisten sich die Griechen etwa einen Direktor des Büros des Premierministers, einen Direktor des persönlichen Büros des Staatspräsidenten, einen Generalsekretär der Präsidentschaftskanzlei, einen Direktor des Sicherheitsdienstes beim Präsidenten, einen Direktor des militärischen Büros beim Präsidenten, einen Direktor des diplomatischen Kabinetts der Präsidentschaftskanzlei oder einen Adjutanten des Präsidenten. Dazu kommen weitere Attaches und Verwaltungsbeamte in der Präsidentschaftskanzlei, beim Ministerpräsidenten und im Außenamt. Auch dort ist alles schön rot-schwarz besetzt. Jede dieser Funktionen war Österreich zumindest ein Goldenes Ehrenzeichen wert.

Für Pleite mitverantwortlich

Neben den 31 Bürokraten, die eine Auszeichnung erhielten, befinden sich auch mehrere Spitzenpolitiker auf der Liste, die als Teil des rot-schwarzen Systems in Athen zumindest teilweise für die missliche Lage der griechischen Staatsfinanzen mitverantwortlich sind, neben dem auch heute noch amtierenden Staatspräsidenten Karolos Papoulias von der sozialistischen PASOK etwa auch der ehemalige Premierminister Costas Karamanlis von der schwarzen Nea Dimokratia. Der rote Staatspräsident war viele Jahre selbst Regierungsmitglied und Abgeordneter, Karamanlis entstammt dem schwarzen Parteiadel der Nea Dimokratia, schon sein Onkel war Ministerpräsident ab 1974.  Unter den Ausgezeichneten von 2007 waren auch noch Dora Bakoyiannis, Ministerin für auswärtige Angelegenheiten (Nea Dimokratia), ihr Vater war ebenfalls Ministerpräsident, und ihr Vizeminister und Parteikollege Ioannis Valinakis. Dazu kamen die Parlamentspräsidentin Anna Psarouda-Benaki (Nea Dimokratia) sowie die Bürgermeister von Athen und Ioannina. Alle haben sie in den letzten Jahren kräftig zum Niedergang Griechenlands zu Lasten der noch zahlungskräftigen Euroländer beigetragen.

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