„Bad Bank“ will Schulden beim ÖSTERREICH-Herausgeber eintreiben

Es ist ein ziemlich undurchschaubares Geflecht zwischen der Immofinanz, den Resten der Constantia Privatbank und Christine de Castelbajac – jener Frau, die ein großes geerbtes Beteiligungsvermögen ihr Eigen nannte, bis der große Schwindel aufflog. Das Wirtschaftsmagazin "Trend" berichtet nun über eine bevorstehende Einigung darüber, wer wen wofür entschädigen soll und wie die Geldflüsse konkret ausschauen könnten.

Im Mittelpunkt steht jene "Bad Bank", die nach der Rettung der gestrauchelten Constantia Privatbank durch fünf österreichische Banken die minderwertigen Forderungen des Bankhauses übernommen hat. Diese sogenannte "Aviso Zeta" ist gerade damit beschäftigt, Geld einzutreiben. Immerhin müssen – wie der Trend berichtet – 100 Millionen Euro ausgeborgte Liquidität zurückgeführt werden.

Trend schreibt: "Ein Teil soll aus der Eintreibung von Krediten der wenigen verbliebenen Kunden kommen: Das sind die "Österreich"-Chefs Wolfgang und Helmuth Fellner, Ex-Werber Hans Schmid und Stiftungen der Familie Turnauer." Tatsächlich ist Wolfgang Fellner Herausgeber der Tageszeitung ÖSTERREICH. Sein Bruder Helmuth hat damit nichts zu tun.

Dass die Kreditforderung gegen ÖSTERREICH bzw. seinen Herausgeber ausgerechnet in der "Bad Bank" gelandet ist, erscheint nicht unbegründet. Ob das "Eintreiben" der Schulden von Erfolg gekrönt sein wird, steht folglich in den Sternen. Um die Bonität des Schuldners dürfte es nicht allzu gut bestellt sein. Im Jahr 2009 wurden die im Jänner georderten Autobahn-Vignetten für die Abo-Aktion erst im Dezember bezahlt – nachdem die ASFINAG zwischenzeitlich sogar mit Klage drohen musste.

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