Randale am Tag der Arbeit – Stillschweigen in den Redaktionen

Zehntausende Griechen protestierten am Tag der Arbeit gegen den Sparkurs ihrer Regierung. In der Hauptstadt Athen gingen laut Polizeiangaben 17.000 Menschen auf die Straße. Die von der Gewerkschaft organisierte Großdemonstration war geprägt von Randalen und Ausschreitungen.

Der schwarze Block setzte Fahrzeuge in Brand, schlug Schaufenster ein und errichtete Barrikaden aus brennenden Gegenständen. Gegen Polizisten wurden Molotow-Cocktails und Steine eingesetzt. Höhepunkt der Gewalt: Linksextreme Randalierer zündeten mehrere Polizeibeamten an.

Ähnlich die Situation in Deutschland. Im Berliner Stadtteil Kreuzberg schleuderten Autonome in der Nacht auf Sonntag Steine und Flaschen auf die Exekutive. Rund 10.000 Linke und Linksautonome lieferten sich einen Schlagabtausch mit der Polizei. Im Hamburger Schanzenviertel zerstörten sie mehrere Bankfilialen und zündeten Papier- und Müllcontainer an. 17 Beamte wurden verletzt, eine Beamtin durch einen Steinwurf. In Nürnberg kam es beim Straßenfest der Initiative „Neue ArbeiterInnen“ zu schweren Ausschreitungen. 1.700 Teilnehmer, darunter 100 teils vermummte Linksautonome, attackierten Polizisten mit Pflastersteinen und Glasflaschen. Ein Teil der Demonstranten war mit Holzlatten bewaffnet. Bilanz des Maiaufmarsches: 13 verletzte Polizeibeamte.

Während in vielen Teilen Europas am 1. Mai brutale Auswüchse der linksextremen Szene zu sehen waren, wurde dem heimischen Fernsehzuschauer ein völlig anderes Bild aufgetischt. Die linkslastige Medienlandschaft, allen voran der ORF, wusste nämlich Wichtigeres zu berichten. In der ZIB2 sah man, dass in Berlin 250 Rechtsradikale verhaftet wurden. Zu den linken Horden, die sich über öffentliches und privates Eigentum und Polizisten hermachten, gab es keinen Kommentar. Schockierend ist die Gleichgültigkeit, mit der die Medien über solche Vorfälle berichten – wenn sie es überhaupt tun.

Auch wenn es darum geht, über die aggressiven Vorfälle gegen eine Parlamentspartei in Österreich zu berichten, ist in den Redaktionsstuben stillschweigen eingekehrt. Die gewaltbereite Linke und viele andere autonome Organisationen genießen offenbar einen besonderen Status in unserer heutigen Gesellschaft. Die Leben ihrer Opfer – in diesem Fall brennende Polizisten – zählen offenbar weniger als die Leben anderer Menschen.

(Foto auf der Startseite: © Lichtjäger)

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