Serbiens neuer Präsident Nikolic will sein Land in die EU führen

Die Sensation ist perfekt. Entgegen allen Umfrageergebnissen, die dem bisherigen Präsidenten Tadic einen klaren Wahlsieg vorhersagten, entschieden sich nach derzeitigem Auszählungsstand 49,51 Prozent der Wähler für seinen Kontrahenten Tomislav Nikolic. Tadic konnte nur 47,35 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In einer ersten Stellungnahme erklärte Nikolic, dass er Präsident aller Bürger sein und sich für ein stabiles, wohlhabendes, international geachtetes Serbien einsetzen wolle. Sein Ziel sei die die europäische Integration Serbiens. Wie schon sein Vorgänger Tadic stellte er klar, dass er die Unabhängigkeit der Provinz Kosovo nicht anerkennen werde.

Nikolic ist Parteichef der Serbischen Fortschrittspartei (SNS), die bereits aus den Parlamentswahlen am 6. Mai dieses Jahres mit 24,01% der Wählerstimmen als stärkste Partei hervorgegangen war. Mit den beiden Abstimmungsergebnissen zeigten die Bürger Serbiens ihre Unzufriedenheit mit der ökonomischen Entwicklung ihres Landes. Besonders die Arbeitslosenrate von 24 Prozent gibt ihnen Grund zur Besorgnis. In Schwierigkeiten kommen könnten durch die Wahl Nikolic' zum Präsidenten nun die zweitstärkste Partei der Demokraten und die Drittplatzierten Sozialisten, die sich bereits auf eine Koalition verständigt hatten.

HC Strache gratuliert Nikolic zur Wahl

In einer Presseaussendung zeigt sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache erfreut: "Wir unterhalten sehr gute Kontakte zu Nikolic und haben auch einen Partnerschaftsvertrag mit der SNS. Ich gratuliere ihm herzlich zu diesem tollen und bedeutenden Erfolg. Nikolic stellt sicher, dass die Republik Serbien weiterhin den Weg in Richtung Europäische Union beschreitet, aber dabei auf Augenhöhe verhandelt."

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link