Interview mit HC Strache: Facebook wichtig, „damit sich Bürger unzensuriert ihre Meinung bilden können“

FPÖ-Obmann HC Strache gilt als Facebook-Profi. Kein anderer Politiker in Österreich hat so viele Fans und Freunde im Web 2.0. Facebook als direkter Draht zu den Menschen ist für ihn vor allem deshalb wichtig, weil er in der Öffentlichkeit oft verkürzt oder falsch dargestellt werde oder ein Bild von ihm gezeichnet werde, das nicht der Wahrheit entspricht. Daher sei es wichtig, solche Wege zu beschreiten, "damit die Bürger auch unzensuriert sich ihre eigene, freie selbst herbeigeführte Meinung bilden können."

"Wir werden auch Twitter stärker in Gang setzen"

Ein Ausbau der Kommunikation im Internet sei für die kommenden Jahre ein wesentliches Projekt in der FPÖ. Strache verweist darauf, dass viele Mandatare schon im Facebook aktiv seien. Und: "Wir werden auch Twitter stärker in Gang setzen."

Von den klassischen Medien erwartet Strache auch im Wien-Wahlkampf wenig Positives: "Natürlich muss man immer mit Diffamierungen, Manipulationen und Schmutzkübelkampagnen rechnen, denn die Sozialisten sind nervös geworden." Die Diffamierungen würden aber an ihm und auch an der FPÖ abprallen, "wenn wir die Klugheit haben, nicht in aufgestellte Messer zu laufen."

"Manchen Medien ist jedes Schamgefühl verloren gegangen"

Als Speerspitze der Hexenjagd gegen Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz nannte der Parteiobmann die Tageszeitung ÖSTERREICH, die sogar Steckbriefe der Kinder veröffentlicht und zudem ein Hassvideo gegen ihn selbst in der Öffentlichkeit beworben habe. Manchen Medien sei jedenfalls "jedes Schamgefühl verloren gegangen."

Um zu verhindern, dass Parteien und staatsnahe Betriebe die Linie von Medien durch Inserate beeinflussen, müsse es starke parlamentarische Kontrolle geben: "Wir haben im Bereich der ÖBB erlebt, dass ohne öffentliche Ausschreibungen an eine Tageszeitung 900.000 Euro Inseratensumme geflossen ist." Solche Entwicklungen müsse man verhindern, denn hier gebe es Meinungskauf.

Teil 4 des Strache-Interviews zum Anti-Terror-Gesetz

Morgen finden Sie auf Unzensuriert.at den vierten und letzten Teil des Exklusiv-Interviews mit HC Strache, der sich mit dem von der Regierung geplanten, aber höchst umstrittenen Anti-Terror-Gesetz beschäftigt.

Bereits abrufbar sind Teil 1 zur Lage in der FPÖ "Es soll überhaupt niemand entmachtet werden!" und Teil 2 zur Griechenland-Hilfe "Kein Cent darf dort hinunter fließen!".

 

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