Englisches Krankenhaus-Essen ist ungesünder als Fastfood

England ist bekannt für sein schlechtes Essen. Ausgerechnet in den Krankenhäusern soll die Kost besonders übel sein, wie eine neue Studie herausgefunden hat. Die Mahlzeiten in englischen Krankenhäusern sollen ungesünder sein als drei Viertel des Angebots in einem Fastfood-Restaurant. So enthält eine durchschnittliche englische Krankenhausmahlzeit 60 % mehr Salz als ein durchschnittlicher Burger. Eine Portion Curry im Krankenhaus hat sechsmal soviel Fett wie ein Burger von KFC, eine Pasta deckt den dreifachen Tagesbedarf an gesättigten Fettsäuren und den doppelten an Salz.

Das Forschungsinstitut „National Institute of Health and Clinical Excellence“ (NICE) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Ernährung, die zu viel Salz und ungesättigte Fettsäuren enthält, das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen Krankheiten erhöht, die zu den häufigsten Todesursachen zählen. Das Essen in englischen Krankenhäusern macht also krank.

Verantwortung liegt bei einzelnen Spitälern

Inzwischen gibt es eine Kampagne für besseres Krankenhaus-Essen, die verpflichtende Mindeststandards fordert. Das staatliche Gesundheitssystem National Health Service schiebt die Verantwortung für das Essen jedoch auf die einzelnen Krankenhäuser. Auch Parlamentsabgeordnete haben sich des Themas angenommen, allerdings ohne Verbesserungen zu erzielen. Auch im nationalen Programm für bessere Ernährung „Food 2030“  werden Krankenhäuser ausgespart. Stattdessen gibt es nur unverbindliche Empfehlungen von Regierungsstellen, Produkte aus der Umgebung zu verwenden und auf ethische Gesichtspunkte zu achten.

Essen macht krank, weil es nicht schmeckt

Eine andere Meinung vertritt Rob Lyons, Autor des Buches „Panic on a Plate“. Er meint, das Essen sei schlicht zu langweilig und geschmacklos. Es frustriere die Patienten und werde oft stehen gelassen, was dem Heilfortschritt nicht entgegenkomme. Es sei wichtiger, geschmackvolles Essen anzubieten, als Fett und Salz zu viel Aufmerksamkeit zu widmen. 

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