Frauenberger nennt Kritiker der Ausländerpolitik „Raunzer“

An der schlechten Integrationspolitik in Wien ist nicht die rot-grüne Stadtregierung schuld, sondern die „Raunzer“. So jedenfalls klingt es, wenn man das Interview mit der Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) in der Tageszeitung Die Presse liest.  Ihr Satz, dass „gutes Zusammenleben nicht nur Migranten betrifft“ passt gut zum diesjährigen Festwochen-Motto „Österreicher integriert euch!“, bei dem es ein Integrationscamp für „waschechte Wiener“, ein „Jörg-Haider-Casting“ sowie ein „Kopftuchtraining“ gibt.

Die Kultursprecherin der FPÖ, Heidemarie Unterreiner, hat Wiener Politiker deshalb kritisiert: „Die Wiener Festwochen stehen symbolisch für die fehlgeleitete Wiener Integrationspolitik.“ Sie bezeichnete die Festwochen-Aktion „Österreicher integriert euch!“ als „plump“ und „provokant“. In Wien sei dieses merkwürdige Projekt eines Camps, bei dem Österreichern von einer Experimentiertheatertruppe „Lernpakete“ angeboten werden sollen, leider ganz und gar keine „Integrationsmaßnahme der anderen Art“.  In Wien wäre dies eher der Normalfall. „Die rot-grüne Wiener Politik verlangt Anpassung an fremde Kulturen stets nur von der autochthonen Bevölkerung“, so Unterreiner in einer Presseaussendung. Dass von den üppigen Fördergeldern für die Festwochen auch solcher Unfug unterstützt werde, sei ein weiterer Beweis dafür.

Wiener Charta: Nur jeder tausendste Wiener machte mit

Die Stadt Wien hat zur Förderung eines besseren Zusammenlebens die so genannte Wiener Charta ins Leben gerufen. Bewohner wurden mithilfe einer aufwändigen, von den Steuerzahlern finanzierten Kampagne zum Mitmachen aufgerufen – sie sollten Ideen einbringen. Doch nur jeder tausendste Wiener machte mit. Ein Flop! Frauenberger sieht das im Presse-Interview naturgemäß anders: „Im Gegenteil – es war ein absoluter Erfolg.“ Wirklich? 1848 Internet-Eintragungen sind ein Erfolg? Nicht einmal einen Großteil der Genossen und Mitglieder von den Grünen konnten Michael Häupl (SPÖ) und Maria Vassilakou (Grüne) für ihre Aktion begeistern. Kaum ein Wiener macht offenbar auch in der zweiten Phase dieser Integrationsdebatte, bei den Charta-Gesprächen, mit, weshalb der Presse-Redakteur feststellt: „Manche sind nicht freiwillig dabei. Es wurden etwa Lehrer zwangsverpflichtet, Chartergruppen zu moderieren.“ Dazu Frauenberger: „Beim Stadtschulrat war die Überlegung, die Direktionen der Schulen zu bitten, eine Person für eine Informationsveranstaltung zu nominieren. Und ich glaube, dass sich nicht alle Lehrer im Vorhinein damit auseinandergesetzt haben, was die Charta werden kann.“ Schlimm diese Lehrer, auch die wollen von der Wiener Charta nichts wissen.

Eine von Steuerzahlern finanzierte Aktion gegen die Freiheitlichen 

Peinlich wird die ganze Angelegenheit, als Frauenberger auch zugeben muss, dass bei den Charta-Gesprächen viele Teilnehmer dabei sind, die im Einflussbereich der Stadt Wien stehen. Das heißt, die also dabei sein müssen, ob sie wollen oder nicht. Dass die Charta sehr schnell mit dem Integrationsthema verbunden worden ist, stört Frauenberger: „Wir wollten alle Wiener miteinbeziehen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Und die Leute kommen beim Reden darauf, dass sie dieselben Vorstellungen vom Zusammenleben haben, ob sie aus Mistelbach, Sarajewo oder Ankara kommen.“  Zum Schluss des Interviews verrät Frauenberger dem Redakteur den wahrscheinlich wahren Grund dieser vom Steuerzahler finanzierten Aktion. Auf die Frage, ob sie glaubt, damit den Aufstieg der FPÖ stoppen zu können, antwortet die SPÖ-Integrationsstadträtin verräterisch: „Ja. Wir sind dabei.“

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