Drogen: Staatsanwaltschaft ermittelt degen Innsbrucker Pirat Ofner

Keine Erfolgsstory ist die bisherige politische Karriere des ersten Piraten in einem österreichischen Stadtparlament. Alexander Ofner, erst am 16. April 2012 in den Innsbrucker Gemeinderat gewählt, könnte schon wieder vor seinem politischen Aus stehen. In den letzten Wochen kam es gleich mehrmals dick für den Mandatar. Zuerst setzte ihn seine eigene Partei wegen Differenzen vor die Tür, dann interessierte sich der  Nationalrat für den Status seiner Berufsunfähigkeit und seit kurzem ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Verdachts auf Suchtmittelmissbrauch. Und mit dem Vorsitz im Innsbrucker Kontrollausschuss wurde es auch nichts.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Suchmittelmissbrauch

Wie aus Berichten des ORF Tirol bekannt wurde, ermittelt seit kurzem die Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen den Neomandatar. Die Ermittlungen wurden auf Grund einer Anzeige der Polizei gegen den Innsbrucker Piraten aufgenommen. Grundlage ist ein Interview Ofners, in dem er sich indirekt zum gelegentlichen Drogenkonsum in geselliger Runde bekannt hat. Laut ORF Tirol geht es um den Verdacht auf Haschischkonsum . Gegenüber Medien bestätigte Ofner eine polizeiliche Einvernahme. Sollte sich der Tatbestand erhärten, so könnte die politische Karriere des Gemeinderates vorzeitig zu Ende gehen.

Ofner verzichtet auf Kontrollausschussvorsitz

In den letzten Tagen war Ofner immer wieder als Vorsitzender des Innsbrucker Kontrollausschusses genannt worden. Als Einmannfraktion hatte er aber nicht einmal das Recht, in diesen einzuziehen. Die gelb-rot-grüne Ampelkoalition unter Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) hätte ihm aber einen ihrer Sitze abgetreten. Dies führte bei den Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ zu heftigen Protesten. Nun hat Ofner freiwillig verzichtet, möglicherweise auch unter dem Eindruck der laufenden Ermittlungen.

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