Italienische Künstler stellen „toten“ Berlusconi öffentlich aus

Einen besonderen Akt der künstlerischen und politischen Geschmacklosigkeit haben linke Künstler in Rom gesetzt. Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird als „Toter“ in einem Glassarg öffentlich ausgestellt. Als Ort wählte man ein Palais gegenüber dem ehemaligen Amtssitz des konservativen Ministerpräsidenten. Der von den Künstlern als Installation bezeichnete Glassarg samt Silikonpuppe wird als „Traum der Italiener“ tituliert.

Toter Berlusconi als „Traum der Italiener“

Der ehemalige konservative Ministerpräsident Silvio Berlusconi wurde in Gestalt einer Silikonpuppe in einen Glassarg gelegt, an den Füßen trägt er Schlapfen in Form von Micky-Maus-Gesichtern. Die Körpergröße ist dem lebenden Original nachempfunden, die Haare aus sind Stoff, er trägt einen dunklen Anzug, seine Hose ist aufgeknöpft und seine Gesichtszüge tragen ein Lächeln. In seiner Hand hält Berlusconi das von ihm verfasste Werk „Eine italienische Geschichte“.

Schwules Künstlerehepaar als Schöpfer dieser Geschmacklosigkeit

Diese Installation wurde vom schwulen Künstlerehepaar Antonio Garullo und Mario Ottocento errichtet, das sich wegen der damals in Italien herrschenden Rechtslage als erstes Schwulenpaar 2002 in den Niederlanden „trauen“ ließ. Die beiden Linken Garullo und Ottocento sehen ihr Werk als Anspielung auf Berlusconis Antikommunismus und seine Exzentrik.

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