Brandstätter verlangt von Notaren hellseherische Fähigkeiten

Respekt! Helmut Brandstätter schreitet seiner Branche entschlossen voran. Einen solchen Unfug wie der Chefredakteur des Kurier in seinem Kommentar „Respektspersonen“ hat in der Stiftungs-Causa Meschar noch keiner vor ihm zu Papier gebracht. Und das will wahrlich etwas heißen.

Kommentar von Unzensurix

Brandstätter schießt sich darin nicht wie alle anderen auf Martin Graf ein, sondern auf Harald Stefan, der als Notar die Gründung der Stiftung beurkundet hat. Etwas verloren in der Zeitdimension stellt er fest: „Dass dann Stiftungsvorstand Martin Graf auf seinen Bruder besser aufgepasst hat als auf die ihm schutzbefohlene Dame, hätte Notar Stefan verhindern müssen.“ Abgesehen davon, dass Grafs Bruder der Stiftung genauso Miete bezahlt wie dem Vorbesitzer seines Lokals: Stefan hätte laut Brandstätter also 2006 wissen müssen, dass die in Gründung befindliche Stiftung zwei Jahre später einen Hausanteil kaufen wird, in dem sich das Restaurant von Grafs Bruder befindet. Es ist eher nicht davon auszugehen, dass Hellseherei ein Teil der Notariatsprüfung ist.

Was für ein Glück, dass kaum jemand in diesem Land Journalisten für Respektspersonen hält. Spätestens nach diesem Brandstätter-Kommentar müsste man diese Einschätzung gründlich überdenken. Kleiner Tipp aus der Unzensuriert-Redaktion: Erst den Schaum vorm Mund abwischen, dann schreiben. Da hält auch die Tastatur länger.

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