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Extremes Musik-Festival sorgt für Empörung

18. Juni 2012 - 9:22

Anfang Juli geht erstmals in St. Pölten das Extremefest, ein sehr umstrittenes Heavy-Metal Festival, über die Bühne. Im Vorfeld bemüht sich eine Initiative, die Veranstaltung zu verhindern.

Das Extremefest ist ein dreitägiges Metal-Festival, das seit 2007 zeitgleich in Hünxe (Deutschland), Henndorf am Wallersee (Österreich) und Pratteln (Schweiz) stattfindet. In den Jahren von 2009 bis 2011 hieß es „Death Feast Open Air“. Zur Festivalsaison 2012 gab es eine  Namensänderung in „Extremefest“, welche für großen Ärger unter der Metal-Gemeinde sorgte. Der  Veranstalter rühmen sich mit dem Slogan „70 Bands - 3 Tage - 2 Bühnen“. Gruppen mit (übel) klingenden Namen wie Cannibal Corpse, Exodus, Suicide Silence, Suicidal Angels,  Excrementory Grindfuckers oder Ketzer haben schon zugesagt.  Der Trailer zeigt, was die einschlägige Fanschar noch erwartet:

Henndorf am Wallersee (Salzburg)  fiel heuer als Veranstaltungsort aus, weil sich eine Bürgerinitiative durchgesetzt hatte, die mehr als 300 Unterschriften gegen das Festival gesammelt sowie „massiven Lärm“ und „menschenverachtende Texte“ beklagt hatte.

Widerstand auch in St. Pölten

Eingesprungen ist das Veranstaltungszentrum (VAZ) in St. Pölten, doch auch dort regt sich Widerstand. Die „Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum” hat eine Online-Petition gestartet, in der das Verbot der Veranstaltung gefordert wird. Ziel der Privatvereinigung ist es, die Grundlage der christlichen Zivilisation zu schützen. Der Verein gehört einem Verband von 15 Gesellschaften in Australien, Europa, Nord- und Südamerika an. Hauptaufgabe scheint die Initiierung verschiedenere Online-Petitionen zu sein. Die Ablehnung des Extremefests wird damit begründet, dass „derartige Events eine ernsthafte Bedrohung für die Jugend und somit für die Zukunft unseres Landes“ darstellen würden. Insbesondere die Verherrlichung von “Unordnung, Unmoral, Rebellion, Satanismus, Tod, Selbstmord, Schmutz, Hölle und sogar Kannibalismus” ist der TFP ein Dorn im Auge. Den  Hauptzweck des Extremefests erkennt man darin, die Jugend zu manipulieren, sie zu satanistischen Jüngern zu machen.

Der Veranstalter lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und versichert, das Festival ohne größere Probleme über die Bühne zu bringen. Dabei setzt er auf die Unterstützung der  Fans und appelliert an die Vernunft der Metal-Freunde.

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