Meuterei bei Tiroler Piratenpartei geht munter weiter

Das hatten sich die 1.884 Innsbrucker, die am 15. April 2012 der Piratenpartei ihre Stimme bei den Gemeinderatswahlen gaben, wohl ganz anders vorgestellt. Seit dem Wahlabend herrscht permanente Meuterei auf dem Innsbrucker Piratenschiff. Zuerst outete Gemeinderat Alexander Ofner als berufsunfähig, dann wurde ihm von den Parteifreunden autoritärer Führungsstil vorgeworfen, es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen illegalem Drogenkonsum eingeleitet, Ofner wurde aus der eigenen Partei abgewählt und hinausgeworfen und seitdem ermittelten die Justizbehörden auch noch wegen Täuschung und Betrugs. Obwohl die Staatsanwaltschaft  den Betrugsverdacht gegen Piratenfunktionäre vorerst ad acta gelegt hat, geht die Meuterei auf dem Tiroler Piratenschiff hurtig weiter.

Strafverfahren gegen weitere Piraten-Funktionäre vorerst eingestellt

Bei aller Meuterei können die Tiroler Funktionäre der Piratenpartei, Axel Flatter und Irene Labner, vorerst aufatmen. Die Strafbehörden haben Verfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung eingestellt. Zu dünn war offensichtlich die Suppe, die aus einem permanenten Streit in der noch jungen Partei in Innsbruck gebraut worden war. Angezeigt hatte die inkriminierten Delikte Piraten-Gemeinderat Alexander Ofner. Als er von seinen Parteigenossen als Vorsitzender abgewählt worden war, holte er strafrechtlich zum Gegenschlag aus. Übrig geblieben ist von den Vorwürfen bisher nichts. Dafür läuft gegen Ofner selbst seit einigen Wochen ein Verfahren wegen Drogendelikten, wobei ein Ende noch nicht in Sicht ist. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Piratenpartei will Gemeinderatsmandat des Ex-Piraten Ofner

Obwohl Ofner als Tiroler Oberpirat bereits vor Wochen abgesetzt worden ist, sitzt er weiter auf dem einzigen Mandat der Partei im Innsbrucker Gemeinderat. Und dieses will er auch nicht so schnell zurücklegen. Die ehemaligen Parteifreunde schäumen und wollen Ofner zwingen, den Sitz an die Partei zurückzustellen. Bisher waren sie erfolglos, doch Insider gehen davon aus, dass bald wieder die Tiroler Gerichte in dieser Sache bemüht werden.

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