Rot-grüne Menschenkette floppt gewaltig

Stell dir vor, es ist Demo und fast keiner geht hin. Seit Wochen inszeniert die rot-grüne Jagdgemeinschaft mit tatkräftiger Medien-Unterstützung eine Skandalisierungskampagne gegen den Dritten Präsidenten des Nationalrates, Martin Graf. Beliebtes dramaturgisches Hilfsmittel der JägerInnen ist die Mobilisierung der Straße. Und weil es bisher immer so gut geklappt hat, rief man wieder einmal zur Menschenkette auf.

"Bildungsziel: Anstand – Graf muss gehen" war diesmal das Motto, zu dem der vereinte Linksblock mobilisierte. Eine machtvolle Menschenkette wollte man um das Parlament bilden, um Graf aus dem Parlament auszusperren. Via Facebook lud man 14.421 Personen ein, um der moralischen Entrüstung der sogenannten Zivilgesellschaft Gewicht zu verleihen. Man scheute auch keine Kosten und Mühen. Zur musikalischen Untermalung konnten die renommierten Tonkünstler "Kommando Elefant" und "Woisig" gewonnen werden. Von einer Mega-Demo spricht das Boulevardblatt Österreich in seiner heutigen Printausgabe.

Doch ein Mega-Flop ist es geworden. Waren die 724 Zusagen auf Facebook schon mager, war die tatsächliche Teilnehmerzahl dann eine einzige Blamage, wie der Blog Erstaunlich.at penibel vorrechnete. Geschätzt rund 300 Leute verirrten sich auf den Vorplatz des Parlaments und trotz der verzweifelten Bemühungen der Musikanten wollte nicht so recht Stimmung aufkommen. Auch die Brandreden des SPÖ-Bundesgeschäftsführers Günther Kräuter und der Grünen Bundessprecherin Eva Glawischnig verhallten vor den wenigen Ohren des spärlich erschienen Publikums in den Weiten der Wiener Ringstraße. Viel mit Kette war also nicht und so löste sich das verlorene Häuflein der Empörten gegen 21.00 Uhr sang- und klanglos wieder auf.

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