Linkspartei polemisiert gegen Gedenken an DDR-Aufstand

Am 17. Juni 2012 jährt sich zum 59. Mal der Tag des Volksaufstandes in der DDR.Vier Jahre nach der Gründung des Ostzonenregimes als Deutsche Demokratische Republik erfasste der Volksaufstand damals rund 400 Orte und 600 Betriebe im gesamten Land. Insgesamt beteiligten sich mehr als eine halbe Million Menschen.

Volksaufstand als „faschistisch“ denunziert

Die Reaktion des kommunistischen SED-Regimes in Ostberlin war äußerst brutal. Die sowjetische Besatzungsmacht verhängte in insgesamt 167 von 217 Städten und Landkreisen den militärischen Ausnahmezustand. Gemeineinsam mit der DDR-Volkspolizei wurde der Aufstand blutig niedergeschlagen. Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung kann man eine Liste der Opfer abrufen. Das SED-Regime und der kommunistische Diktator Walter Ulbricht bezeichneten den Volksaufstand als "faschistischen Putschversuch".  Als Reaktion wurden tausende "Rädelsführer" und "Provokateure“ durch Volkspolizei und Sowjet-Militärpolizei verhaftet. Die Bundesrepublik Deutschland feierte in der Folge den 17. Juni alljährlich als Tag der deutschen Einheit. Bis heute gibt es in Kreisen ehemaliger SED-Kader, aber auch westdeutscher Linker Abneigung und Polemik gegen das damalige Aufbegehren.

Konflikt mit Linkspartei wegen Gedenken an Volksaufstand

Auch heuer kam es im Vorfeld der Gedenkfeiern wieder zu linker Polemik. So feiert die Linkspartei heuer im Zeitraum von 15. bis 17. Juni eigens organisierte Feste, um vom damaligen Geschehen abzulenken. Dies brachte ihr von den DDR-Opferverbänden schwere Kritik ein. In Thüringen ist deshalb ein politischer Streit zwischen der FDP und Der Linken entbrannt. Der Generalsekretär der Thüringer FDP, Patrick Kurth, kritisierte die Abhaltung dieser „Feste der Linken“ scharf und forderte deren Absage. Zurück kamen Polemik und untergriffige Anspielungen gegen die Person des FDP-Politikers.

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