Kein Deutsch: Dolmetsch-Service beim Elternsprechtag

Die Unterrichtssprache in unseren österreichischen Schulen ist Deutsch. In dieser Unterrichtssprache sollte eigentlich auch zwischen Lehrern, Schülern und Eltern bei der Lösung von Schulproblemen kommuniziert werden. Doch durch die ungezügelte Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen und die fehlende Integration der hohen Anzahl an Zuwanderern kam diese Kommunikation in vielen Schulen praktisch zum Erliegen. Wenn Eltern wegen Problemen mit ihren schulpflichtigen Kindern in die Schule vorgeladen werden, verstehen sie die Anliegen der Lehrer nicht, da sie nicht Deutsch sprechen. Dies ist in manchen Gegenden so schlimm, dass man bereits Dolmetschunterstützung anbieten muss. Eine dieser Gemeinden ist das oberösterreichische Haid nahe der Landeshauptstadt Linz.

Elternsprechtag nur noch mit Dolmetschunterstützung

In der Neuen Mittelschule Haid  konnten die letzten Elternsprechtage im Schuljahr 2011/2012  nur noch mit Unterstützung eines Dolmetschdienstes durchgeführt werden. Gemeinsam mit dem Institut für Interkulturelle Pädagogik aus Linz organisierte man Dolmetscher, um die mangelnden Deutschkenntnisse der Eltern bei Sprechtagen auszugleichen. Ohne diesen Service ist es den Eltern vieler Schüler unmöglich, eine Aussprache mit den Lehrpersonen zu führen. Trotz dieser erschreckenden Tatsache jubelte SPÖ-Bürgermeister Manfred Baumberger: „Das Angebot trägt zu einem besseren Verständnis zwischen verschiedenen Sprachräumen bei. Es freut mich, dass nun Eltern, die ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen wollen, sich jedoch bisher gescheut haben, zum Elternsprechtag zu kommen, nun die Möglichkeit dazu haben. Unterschiedliche Sprachen sollen kein Hindernisgrund sein“.

FPÖ hinterfragt „Dolmetschoffensive“

Die FPÖ hat diese „Dolmetschoffensive“ zum Thema im Parlament gemacht. Mit einer Anfrage an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) möchte FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz die politischen und ökonomischen Hintergründe ausleuchten. Rosenkranz erkundigt sich nach den Kosten und nach der Rolle des Instituts für Interkulturelle Pädagogik aus Linz bzw. der Volkshochschule Oberösterreich. Und er will wissen, ob es auch parteipolitische Einflussnahme bei der Begründung dieser Initiative gegeben hat.

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