Donauinselfest: SPÖ beim Schwindeln Europameister

Unter dem Motto „Zusammen leben. Zusammen feiern.“ ging das Donauinselfest 2012 über die Bühne. Laut SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch war es das friedlichste Fest Europas. Augenzeugen berichten anderes: Schwer alkoholisierte Besucher, Schlägereien, sogar ein Getränketransporter wurde gekapert und in einer Kurve umgerissen. Das friedliche Fest war also gar nicht so friedlich. Und auch Zahlen der Besucher können beim besten Willen nicht stimmen.

Ein Unzensuriert-Leser hat sich die Zahlen und Fakten genauer angeschaut und nachgerechnet. Dabei kam er zum Schluss, dass die Behauptung, an den drei Tagen hätten drei Millionen Menschen das Fest besucht, einfach nicht stimmen kann. Den Medien ist das offensichtlich egal – sie schreiben ohne nachzudenken einfach das, was ihnen die SPÖ diktiert.Und die entpuppt sich dabei als Schwindel-Europameister.

Ein paar Beispiele zur Wahrheitsfindung: Die Medien meldeten, dass am Samstag eine Million Besucher auf dem Donauinselfest waren. Das ganze Festgelände (Reichsbrücke bis Nordbrücke) hat laut Wiener Stadtplan eine Fläche von rund 400.000 Quadratmetern. Das würde bedeuten, dass auf jeden Quadratmeter 2,5 Menschen wären. Ein bisschen eng.

Jetzt die Ergänzungen und Feinheiten zum Flächenbedarf:

  • Rund 65 % sind nicht verfügbare Flächen für die Besucher (Bäume, Strauchzonen, Bühne, Schankzelte, Autos, Sicherheitszonen, etc.).
  • Das heißt, dass sich die Fläche auf 140.000 Quadratmeter – aufgerundet auf 150.000 Quadratmeter reduziert. Dies sind dann rund sieben Personen pro Quadratmeter.
  • Nun wird das Publikum über den Tag vielleicht vier Mal ausgetauscht – also eine bereinigte Dichte von 1,75 Personen pro Quadratmeter.
  • Da muss man sich mal bewegen können – da würde eine totale Panik entstehen.

Nun zur Anreise:

  • Ein voll besetzter U-Bahnzug fasst rund 800 Personen.
  • Um die eine Million Menschen hinzukarren, ergibt das 1.250 knallvolle U-Bahnzüge.
  • Nehmen wir nun an, dass man dazu acht Stunden (14 bis 22 Uhr) Zeit hat.
  • Das würde bedeuten, dass pro Stunde 156 volle U-Bahnzüge zur Insel fahren müssten – oder pro Minute 2,5 U-Bahnzüge – alle 24 Sekunden ein voller Zug.
  • Für die Anreise stehen zur Verfügung: U1 in beide Richtungen, U6 in beide Richtungen, Schnellbahn in beide Richtungen, ergänzend die 31er Straßenbahn und die Busse.
  • Grob gerechnet, müssten alle 2 bis 3 Minuten alle erwähnten Linien aus allen Richtungen voll besetzt die Insel anfahren und die Waggons völlig entleeren. Es dürfte aber keiner weiter fahren – sonst stimmt die Rechnung nicht –  das heißt, in Wien fährt auf diesen Linien alles nur zur Insel.

Prozentsatz der Österreicher beim Inselfest:

  • Mit diesen Traumzahlen der Veranstalter wäre jeder 10. Österreicher auf der Insel gewesen.
  • Eine beliebige Korrektur mit den Touristen ist erlaubt. Nehmen wir an, dass rund 500.000 Touristen und Besucher aus den Bundesländern zum Fest kamen.
  • Dies ergäbe dann 500.000 Wiener – also jeder dritte Wiener müsste auf der Insel gewesen sein.

Der Unzensuriert-Leser schätzt, dass am Samstag in Wahrheit rund 250.000 Besucher auf der Insel waren. Eigentlich kein schlechter Besuch, aber traurig für die die Veranstalter, dass nur rund ein Viertel der angegebenen Besucher wirklich da waren. Jeder Volksschüler kann sich ausrechnen, dass die von der SPÖ offensichtlich geschönten Zahlen nicht stimmen können. Die Medien aber hinterfragen das nicht. Und Landesparteisekretär Christian Deutsch als Veranstalter hat natürlich Interesse, die Besucherzahlen hochzuspielen, bekommen er und seine Wiener SPÖ für dieses Fest doch jährlich weit mehr als eine Million Euro Förderung. Im Vorjahr waren es 1,8 Millionen, heuer – weil auch die Grünen ein Fest machen wollen – etwas weniger.

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