Griechenland-Retter übernehmen doppeltes Risiko

Der renommierte deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich zu wenig für deutsche Interessen einzusetzen. Er warnt eindringlich vor der Problematik, Kredite von Ländern abzusichern, denen der Staatsbankrott droht. Diese Haftungen verschlechtern die eigene Bonität, was zu erhöhten Zinszahlungen für die Staatsschulden des haftenden Landes führt. Die Zinszahlungen der Schuldnerländer verringern sich gleichzeitig.

Kurz gesagt, man pumpt nicht nur Steuergeld in marode Staaten, die oftmals seit Jahrzehnten Misswirtschaft betreiben, sondern übernimmt neben dem Ausfallsrisiko für die Griechen-Kredite auch noch das Risiko steigender Zinsen für die Finanzierung des eigenen Staates.

Politiker, die die Interessen ihrer eigenen Völker vertreten, scheinen in Mitteleuropa Mangelware zu sein. Angela Merkel verschenkt Milliarden ebenso wie der ewig lächelnde Kanzler Faymann, der unser Steuergeld als „Löschwasser“ für Griechenland bezeichnet. Der gescheiterte Finanzminister Josef Pröll kommt bei realistischer Betrachtung nicht besser weg. Er erweist sich als streberhafter Musterschüler der EU und erklärt sich zu jedem finanziellen Zugeständnis bereit, staatstragenderweise natürlich. Solidarität mit anderen Staaten wird in der heimischen, selbsternannten Elite großgeschrieben, doch Solidarität mit dem eigenen Bürger ist weit und breit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil.

Foto auf der Startseite: Thermos

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