Christliche (Un-)Moralinstanz völlig außer Rand und Band

Im Februar dieses Jahres rauschte sie mit 1,54 Promille Alkohol im Blut in eine Polizeikontrolle. Dann zog sie verständlicherweise Konsequenzen und trat als Landesbischöfin sowie Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zurück. Nun ist die 52-Jährige Margot Käßmann wieder da. Ausgerechnet in der katholischen Münchner Frauenkirche lobte sie die Pille als „Geschenk Gottes“.

Nur knapp drei Monate währte die Auszeit der evangelischen Ex-Bischöfin, nachdem sie in den Abendstunden des 20. Februars mit 1,54 Promille am Steuer ihres Dienstwagens eine rote Ampel überfuhr. Vergangenen Samstag, beim zweiten Ökumenischen Kirchentag in München, bewies Käßmann vor 7000 Besuchern zum wiederholten Mal, welches Sittenbild in der Kirche mittlerweile Einzug gefunden hat. Die Etablierung der Anti-Baby-Pille sei ein „Geschenk Gottes“, schließlich würden jährlich 300.000 Frauen infolge von Schwangerschaft oder Geburten ums Leben kommen. „Wer solches Elend von Müttern und Kindern verhindern will, wer den Segen des Gebärens nicht zum Fluch werden lassen will, wird für einen offenen Zugang zu Verhütungsmitteln eintreten“, meint die Pastorin.

Zuvor war sie in einem Zeltgottesdienst vor überwiegend Jugendlichen für „Vielfalt statt Einheitsbrei in Sport, Kirche und Gesellschaft“. Margot Käßmann, geschieden, modern und dem Zeitgeist verfallen, ist zum Symbol für den Werteverfall der christlichen Kirche geworden. „Freiheit und Toleranz“ stünden ganz oben, eben jene Werte die sie mit anderen Gutmenschen seit so vielen Jahrzehnten gegen Andersdenkende mit Vehemenz vertritt. Rechte und Konservative sollen ihrer Meinung nach nämlich keine Mitglieder der evangelischen Kirche sein. Die Katholiken müssen sich vom Zölibat befreien und die Homo-Ehe endlich realisieren. Moderne Errungenschaften des Zeitgeistes sollen konservative Werte, die über Jahrhunderte hinweg beständig waren, verdrängen.

Ein „Hoffnungszeichen“ könnten die Kirchen sein, wenn sie sich den Gesetzen der Welt nicht beugen würden, sagt die ehemalige Chefin der evangelischen Kirche in Deutschland. Da wird sich Käßmann selbst mit eingeschlossen haben. Wer hält sich schließlich noch an Relikte wie Gesetze? Es ist doch viel schöner frei zu sein. Sich die Freiheit zu nehmen und einfach mal verantwortungslos zu sein und Menschenleben zu gefährden.

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