Deutschlands Piraten befinden sich in der Genderfalle

In der politischen Kommunikation sind die Piraten geradezu ein Glücksfall. Von Kindesbeinen an ist die deutsche Bevölkerung mit Kapitän Hook, der Schatzinsel und der Karibik aufgewachsen. Das nützte ihnen auch bei politikfernen Schichten. Dazu kommen aktuelle Inhalte, die Probleme und Ängste der Bevölkerung in Sachen Informationsgesellschaft und Überwachungsstaat umfassen. Doch die deutschen Piraten haben derzeit andere Sorgen, denn sie sind in die Genderfalle getappt. Die Political Correctness verlangt nach einer „genderneutralen“ Bezeichnung der Parteimitglieder, und dies gestaltet sich als schwierig.

Genderfalle und Political Correctness schlagen zu

Eigentlich ist für die Allgemeinheit eines klar: Der Pirat ist ein Mann. Das war schon immer so. Dass sich da einige Piratinnen amazonengleich bei Faschingsumzügen ins Bild drängten, tat diesem Allgemeinwissen keinen Abbruch. Die Mitglieder der Piratenpartei stellt dies aber vor große Diskussionen. Ihre Parteisatzungen gingen bisher ebenfalls von Piraten als Parteimitglieder aus. Linke Genderpropagandisten wollen dieser Benennung nunmehr ein radikales Ende setzen. Doch wohin die Reise gehen soll, ist ganz und gar nicht klar.

Mit- und Ohneglieder wurden auch schon diskutiert

Manche Parteiprotagonisten glaubten zu Beginn der Diskussion mit dem Lösungsvorschlag „Pirat/innen“ das Ansinnen befriedigt zu haben. Doch das ist keineswegs der Fall, denn dafür finden sich wenige Anhänger. Gleichzeitig wird auch der pragmatische Ausdruck „Parteimitglieder“ rundum verworfen. Dies brachte bereits Forenbeiträge auf die Welt, die von „Mit- und Ohnegliedern“ schrieben und damit die Genderfraktion vollends verhöhnten. Eine andere Fraktion will die Piraten in Eichhörnchen umbenennen, da es dort von Haus aus nur eine geschlechtsneutrale Form gibt.

Sprachwissenschaftler soll Piraten aus der Patsche helfen

Nun will man einen Sprachwissenschaftler an die Sache ranlassen Professor Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin präferiert eine technische Lösung. So soll eine Satzung programmiert werden, bei der die „Leser/innen“ per eigenem Drop-Down-Menü auswählen können, welches Geschlecht aufscheinen soll.

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