Pädophiler Lehrer kommt ungeschoren davon

Eine Gesetzeslücke im Kampf gegen Kinderpornographie erhitzt die Gemüter. Grund dafür ist der in der ORF-Sendung "Thema" gezeigte Fall eines pädophilen Lehrers. Dafür gab sich ein Mitarbeiter in einen Chatroom als 11-jährige Sarah aus. Sofort wurde sie von mehreren Männern angeschrieben. Einer drängte immer wieder auf ein Treffen und lud sie zu einen Webcam-Chat ein. Anschließend onanierte der Lehrer vor laufender Kamera. Die österreichischen Gesetze verbieten es jedoch, diesen Mann strafrechtlich zur verfolgen, da auf der anderen Seite erwachsene ORF-Redakteure saßen und kein wirkliches Kind.

Pädophile Männer versuchen immer öfter, in Chatrooms Kontakt mit Kindern aufzunehmen, um dann Treffen zu vereinbaren, Nacktfotos von den Kindern zu bekommen oder diese – wie in diesen Fall – zu Webcam-Chats einladen. Diese Art der sexuellen Beläsigung von Kindern wird unter dem Begriff „Grooming“ zusammengefasst.

Für FPÖ ist Gesetzeslücke untragbar

Dass ein solcherart pädophiler Lehrer, der die Entwicklung und Erziehung von Kindern mit beeinflusst, nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, erzürnt bis jetzt erstaunlicherweise nur die FPÖ, die eine Verschärfung der Gesetze fordert. "Diese Gesetzeslücke ist untragbar und öffnet Verbrechern Tür und Tor", beklagt die FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein, die für Herbst eine Gesetzesinitiative ankündigt.

Außerdem fordert Belakowitsch-Jenewein höhere Strafen für Kindesmissbrauch: "Der Mord an den Kinderseelen muss endlich auch entsprechend geahndet werden. Auch der Strafrahmen muss der Schwere der Verbrechen angepasst werden, Überlastung und Burn-Out als Milderungsgründe sind völlig untragbar wie kürzlich im Fall eines Richters, der mit fünf Monaten bedingt davonkam."

Weit mehr Pädophile als Gefängnisplätze

Mehr und mehr Experten sprechen davon, dass Pädophilie kein Problem Einzelner, sondern ein gesellschaftliches Phänomen ist. In Österreich wird die Anzahl der Pädophilen mittlerweile auf unglaubliche 50.000 geschätzt, das übersteigt die Kapazitäten aller österreichischen Gefängnisse um das Fünffache.

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