Italien macht illegale Einwanderer sesshaft

Vor kurzem wurde in Italien ein neues Gesetz beschlossen, welches die Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte bekämpfen soll. Dies soll vor allem durch eine Verschärfung der Sanktionen gegen die Arbeitgeber erfolgen. Das Gesetz, das zum größten Teil das Verdienst des Integrationsministers Andrea Riccardi ist, stößt vor allem bei den Liberalen auf Begeisterung.

Die konservative Opposition kritisiert jedoch zwei Bestimmungen, die in dem Text mit eingeflossen sind, berichtet das französische Nachrichtenportal Novopress. Die erste besagt, dass ein Immigrant, der das Opfer von "schwerer Ausbeutung" ist, einen verlängerbaren Aufenthaltstitel von sechs Monaten erhält, falls dieser gekündigt wird. Die zweite Bestimmung legt fest, dass durch sogenannte "Übergangsregelungen"  Arbeitgeber illegalen Arbeitnehmern Arbeitsverträge geben können

Enormer Anstieg der "Legalisierung" zu erwarten

Die italienische Opposition fürchtet nun einen enormen Anstieg der Legalisierung von illegalen Arbeitskräften. Italien leidet aktuell unter der höchsten Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2004, im März ist sie auf 9,8 Prozent angestiegen. Somit sind über 2,5 Millionen Italiener arbeitslos. Laut der Zeitung Libero würde das neue Gesetz unmittelbar 210.000 illegalen Einwanderern  zu Gute kommen.

Weiters könnte die Zahl der Flüchtlinge aus Nordafrika und Asien ebenfalls dramatisch steigen. Verschiedenste Berichte zeigen, dass die italienische Regierung bereits jetzt mit der Abschiebung illegaler Einwanderer heillos überfordert ist. Die Internationale Organisation für Migration schätzt die Zahl der erwarteten Migranten, welche eine Auswanderung nach Italien planen, auf 650.000. Diese Flüchtlingswelle würde die Situation vermutlich noch um einiges verschlimmern.

Abgesehen von dem Flüchtlingsstrom leidet Italien nicht nur an einer steigenden Arbeitslosigkeit, sondern auch an der ständig steigenden Staatsverschuldung, die aktuell bei 120 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt. Diese Gesamtleistung sinkt jedoch immer tiefer, womit es Italien immer schwerer fällt, seine Schulden zurückzuzahlen.

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