Häupl schickt Beamte mit 53,3 Jahren in Pension

Alarmstufe Rot im Wiener Rathaus: Bis einschließlich Juli sind 363 Gemeindebedienstete vorzeitig in den Ruhestand getreten. Ihr Durchschnittsalter lag bei 53,3 Jahren. Hält der Trend an, könnte es zu einem Rekordwert für das Gesamtjahr kommen. Bei den betroffenen Beamten handle es sich jedenfalls tatsächlich um kranke Menschen, betonte das Büro der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) gegenüber der Tageszeitung Die Presse.

Wien ist anders. Dramatisch anders, was Frühpensionierungen betrifft. Gemeindebedienstete in Wien gehen laut Statistik viel früher in Pension als ihre Kollegen in anderen Bundesländern beziehungsweise im Bund. Somit wird das Budget extrem belastet. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) ist das offensichtlich egal – auch was der Rechnungshof sagt: Dieser hatte wiederholt bemängelt, dass die Übergangsfristen deutlich länger seien als auf Bundesebene und dies für Wien enorme Kosten verursache.

Seitens des roten Bürgermeisters denkt man aber weiterhin an keine Änderung. Man werde nicht die schwarz-blaue Pensionsreform übernehmen, lautete bisher die Argumentationslinie. Zudem sei Wien nicht nur Bundesland, sondern auch Gemeinde, weshalb Bedienstete – im Gegensatz zum Bund und anderen Ländern – schwere körperliche Arbeit verrichteten, wird stets auf Kanalräumer oder Mitarbeiter der Müllabfuhr verwiesen.

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