Tschetschenen-Flüchtlinge fahren auf Heimaturlaub

26. Juli 2012 - 12:22

Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus macht heute auf "Heimaturlaube" zahlreicher tschetschenischer Flüchtlinge aufmerksam. Tausende Tschetschenen suchen jedes Jahr um eine offizielle Einreisegenehmigung in ihr Heimatland für ein paar entspannende Urlaubstage an, behauptet Gudenus in einer Presseaussendung. Sein Pressesprecher sagt gegenüber Unzensueriert.at, die Information stamme von einer "absolut glaubwürdigen Quelle", die er jedoch nicht namentlich nennen könne.

"Jene Menschen, die angeblich in ihrer Heimat verfolgt werden und deshalb von uns durchgefüttert werden müssen, trauen sich ohne mit der Wimper zu zucken zurück?", wundert sich Gudenus und vermutet, dass die Dunkelziffer der Tschetschenien-Heimaturlauber noch viel höher liege: "Von den fast 42.000 Tschetschenen, die teils als Asylanten, teils illegal in Österreich leben, macht sich angeblich bis zur Hälfte im Sommer in ihre Heimat auf. Würden sie tatsächlich verfolgt, dann kann mir niemand erzählen, dass sie freiwillig im Urlaub dorthin zurückkehren."

Gudenus fordert verstärkte Rückführung von Flüchtlingen

Gudenus, der wegen einer Reise nach Tschetschenien massive Kritik von politischen Mitbewerbern einstecken musste, sieht sich nun in seiner Meinung bestätigt, die er vor Ort gewonnen habe und die sich mit dem Urteil der Experten des Innenministeriums decke - nämlich, dass von Verfolgung gar keine Rede sein könne. "Die meisten von ihnen genießen bei uns einfach ihr Leben in der sozialen Hängematte. Die Innenministerin muss endlich handeln und das bestehende Rückführungsabkommen mit Leben erfüllen", fordert der freiheitliche Vizeparteiobmann.

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