MS Deutschland fährt weiter unter deutscher Flagge

Der Flaggenstreit um das Kreuzfahrtschiff „MS Deutschland“ scheint nun beigelegt. Die Reederei des aus der Serie „Traumschiff“ bekannt gewordenen Ozeandampfers lenkt auf Grund des Druckes von Kapitän und Bundesregierung ein und wird das Schiff weiterhin mit deutscher Flagge auf die Weltmeere schicken und nicht, wie zuvor angekündigt, unter maltesischer Flagge.

„Das ist ein Traumtag für das Traumschiff! Die MS Deutschland bleibt deutsch mit deutscher Flagge!“, freute sich Kapitän Andreas Jungblut auf BILD.de. „Der ganze Einsatz hat sich gelohnt. Ich möchte meiner Mannschaft einfach nur 'Herzlichen Glückwunsch!' sagen. Es ist gut, dass dieser Unfug jetzt endlich vorbei ist.“ Auch die Bundesregierung hat auf die Ankündigung der Reederei Deilmann sehr erfreut reagiert. „Das ist ein positives Signal für die deutsche Flagge und dient dem maritimen Standort Deutschland ebenso wie den wirtschaftlichen Interessen der Reederei“, erklärte der deutsche Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto. Der FDP-Politiker, der auch maritimer Koordinator der Bundesregierung ist, ist überzeugt, dass sich die Entscheidung positiv auf das Image des Traumschiffes auswirken werde.

Kapitän fürchtete schlechtere Bezahlung der Crew

Die Aufregung und der Flaggen-Streit waren entstanden, weil die Reederei Deilmann zuvor angekündigt hatte, aus wirtschaftlichen Gründen den Dampfer unter maltesischer Flagge fahren zu lassen. Der engagierte Kapitän Jungblut hatte die Entscheidung heftig kritisiert, daraufhin wurde ihm das Kommando des Schiffes entzogen. Schauspieler Siegfried Rauch, der in der Fernsehserie den „Kapitän Paulsen" spielt, freut sich ebenfalls für seinen Kapitänskollegen: „Er hat sich mit breiter Brust hingestellt, die Probleme offen angesprochen, statt sie totzuschweigen. Ein guter Mann. Ein echter Seebär." Der von Bord gejagte Kapitän Andreas Jungblut fürchtete, dass seine Crew unter maltesischer Flagge wesentlich schlechter bezahlt worden wäre.

Derzeit Promi-Treffpunkt bei Olympischen Spielen

Die Reederei teilte nun überraschend mit, dass all jene, die sich für die deutsche Flagge eingesetzt hätten, dem Unternehmen auch bei der Bewältigung der unternehmerischen Konsequenzen helfen würden. Jungblut soll demnach seine alte Position als Kapitän des Kreuzfahrtschiffes zurückerhalten. Er selbst jedoch will sich vorerst zurückhalten „Ich bleibe jetzt erst mal in Paris, will noch nach Tel Aviv und ein bisschen Urlaub machen. Nach London fahre ich nicht. Die Crew braucht jetzt Ruhe, soll das genießen. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle mich da sehen wollen." Das Schiff liegt derzeit als Olympia-Treffpunkt für Sportler und Prominente vor London.

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