China hebt Wirksamkeit des Öl-Embargos auf

Im Juli hat Europa den Import iranischen Öls eingestellt – nach Vorbild der Amerikaner offiziell als Antwort auf das umstrittene Atomprogramm. Die Idee war, das hauptsächlich vom Öl profitierende Land durch den Boykott in eine wirtschaftliche Krise zu zwingen und somit zur Unterwerfung unter den westlichen Willen zu bewegen. Bereits bei Bekanntwerden dieser Pläne gab es die Kritik, dass das iranische Öl am Weltmarkt wohl nicht einfach liegenbleiben werde.

Nun, nach dem ersten Monat des europäischen Boykotts, haben sich die Erwartungen als zutreffend herausgestellt. Der fehlende Handel mit Europa hat im Juli bloß einen Rückgang von einem Prozent des iranischen Exports verursacht, obwohl sich nun das iranische Öl bloß auf vier Länder – China, Indien, Japan und Taiwan – verteilt, wie die Nachrichtenagentur Reuters darlegt.

Unklarheit über US-Sanktionen gegen China wegen Ölimports

Dabei hat China den Import vorerst auch gedrosselt, um bessere Preise zu verhandeln. Es wird erwartet, dass die chinesischen Importe in Zukunft mehr als die Hälfte des gesamten exportierten iranischen Öls in Anspruch nehmen, auch in absoluten Zahlen wird der Ölbezug der Chinesen im Vergleich zu den letzten Jahren anwachsen. Dies könnte wiederum zu internationalen Krisen führen: Die USA hatte Sanktionen für alle Länder angekündigt, die die "internationale Kooperation" gegen den Iran verweigern. Peking war für sechs Monate von jenen Sanktionen ausgeschlossen, die Länder treffen sollten, die trotz des US-Embargos iranisches Öl kaufen, da China bereit war, seinen Bezug zu verringern.

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