LKW-Diebstahl wird zum Massendelikt

Zu einem wahren „Massendelikt“ sind im vergangenen Jahr in Österreich LKW-Diebstähle geworden. Dieses Ergebnis brachte eine parlamentarische Anfrage des Salzburger SPÖ-Abgeordneten Johann Maier an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Gleichzeitig liegt die Aufklärungsquote bei den 2011 begangenen Diebstählen unter zehn Prozent. Vergleichsweise sichererer sind österreichische LKW im Ausland.

276 LKW wurden 2011 in Österreich gestohlen

Die stolze Zahl von 276 LKW-Diebstählen wurde im Verlauf des Jahres 2011 in Österreich zur Anzeige gebracht. Spitzenreiter in der Statistik ist die Bundeshauptstadt Wien, wo allein 126 LKW durch Kriminelle ihrem rechtmäßigen Eigentümer entzogen wurden. Neben Wien sind die Bundesländer Niederösterreich (73 Diebstähle) und Oberösterreich (33) die Brennpunkte dieser Kriminalitätssparte. Schlusslicht im positiven Sinne ist das westlichste Bundesland, Vorarlberg, wo nur ein einziger LKW gestohlen wurde.

Nur 9,4 Prozent Aufklärungsquote

Während die Diebstahlszahlen explodieren, stagniert die Aufklärungsquote auf niedrigstem Niveau. Lediglich 26 Fälle oder magere 9,4 Prozent der begangenen Diebstähle wurden von den österreichischen Sicherheitsbehörden auch tatsächlich aufgeklärt. Auch hier sticht die Wien negativ heraus, wo lediglich 10 der 126 Delikte aufgeklärt werden konnten (7,9 Prozent). Vergleichsweise sicher gestaltet sich die Ausübung des Transportgewerbes für die heimischen Frächter in EU-Staaten und in Drittländern. So weiß das Außenministerium, dass 2011 lediglich drei österreichische LKW bzw. Ladungen gestohlen wurden, nämlich in Russland und Belgien.

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