Fluchtgrund Mord: Die Absurditäten des heimischen Asylwesens

Grundsätzlich ist ein Scheinasylant jemand, der für sich in Anspruch nimmt, in seiner Heimat verfolgt zu werden, und deswegen Asyl beantragt, obwohl das nicht zutrifft. Österreich ist mit dieser Problematik schon seit vielen Jahren belastet. Obwohl die Fremdenpolizei die vielfältigen Erklärungsmuster der Scheinasylanten mittlerweile alle zu kennen glaubt, gibt es doch immer wieder Überraschungen. Ende Juli bezichtigte sich ein Asylwerber aus Afghanistan des vielfachen Mordes, um unter den Schutzmantel des österreichischen Asylwesens schlüpfen zu können.

Fünffacher Mord wurde als Asylgrund angegeben

Ziemlich dick trug ein Afghane vor der burgenländischen Fremdenpolizei auf, als er Ende Juli bei Nickelsdorf als Illegaler aufgegriffen wurde. Als er nach seinen Personalien und dem Grund seines illegalen Grenzübertritts befragt wurde, gab er an, seine gesamte Familie im heimatlichen Kabul ausgerottet zu haben. Er will mit einer Kalaschnikow unter Drogeneinfluss die Eltern, seine zwei Brüder und die Schwester erschossen haben. Passiert sei dies bereits vor vier Jahren. Bei einer Verhaftung und Verurteilung in seinem Heimatland Afghanistan drohe ihm die Todesstrafe. Damit sei ein Asylgrund in Österreich gegeben.

Burgenländische Fremdenpolizei ist skeptisch

Die burgenländische Fremdenpolizei zeigt sich allerdings skeptisch betreffend der Angaben des afghanischen Asylanten. So komme es immer wieder vor, dass Asylanten Angaben über die Begehung von schweren Verbrechen in ihren Heimatländern machen, um ihre Bedrohung durch das dortige Strafrechtsregime als Asylgrund vorzuschützen. Im konkreten Fall will die burgenländische Fremdenpolizei nun umfangreiche Ermittlungen einleiten, um den Wahrheitsgehalt der Behauptungen zu überprüfen. Dies kann allerdings einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, da die Recherche bis nach Afghanistan ausgeweitet werden muss. Dem mutmaßlichen Scheinasylanten verhilft dies zu einem vorläufigen Aufenthaltsrecht in Österreich.

Wie viele unentdeckte Mörder kommen als Asylanten?

Doch es geht auch umgekehrt: Wie Der Standard ebenfalls Ende Juli berichtete, steht in Wien derzeit ein aus Tschetschenien stammendes Ehepaar wegen Verdachts des Menschenhandels vor Gericht. Der Vorwurf: Das Paar soll seine damals zwölfjährige Nichte nach Österreich eintführt, hier geschlagen und zur Hausarbeit gezwungen zu haben. Im Zuge des Verfahrens beschuldigte die Nichte den Onkel auch, seinen eigenen Vater, dessen zweite Ehefrau und eine Cousine in Tschetschenien ermordet zu haben. Dieser wiederum macht seinen Bruder für die Taten verantwortlich. Die angeblich entführte Nichte soll die Taten beobachtet haben. Wer auch immer die Verantwortung für den Dreifachmord in Tschetschenien trägt, werden unsere Gerichte wohl nicht klären. Hier wird lediglich dem Verdacht des Menschenhandels nachgegangen. Für das angeklagte Ehepaar gilt die Unschuldsvermutung.

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